- Seit 2002 Dinge über Musik -

FACS – Köln, 15.11.2018

Ein Fakt: FACS, oder sollte ich der Einordnung halber sagen ex-Disappears, wollte ich vom ersten Tag der Konzertankündigung an sehen. Soweit, so gut. Blöd wurde es dann, als just für denselben Tag ein Konzert meiner Seattle Favoriten Mudhoney im Gebäude 9 terminiert wurde. Himmel, hat die Woche nicht mehrere Tage! Ich mag Mudhoney sehr, aber ebenso hörte ich Disappears gerne zu.

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Ducktails – Köln, 14.09.2017

St. Catherine ist eines meiner Lieblingsalben des letzten Jahres. „Headbanging in the mirror“, „Into the sky“, „Surreal Exposure" sind herausragend schöne Songs, die mich im letztjährigen Frühjahr sehr oft auf der ein oder anderen Autofahrt begleitet haben. St. Catherine ist das fünfte Album der Ducktails, einer Indiepopband aus New Jersey. ihre musikalische Reise begann 2009 mit dem Album Landscapes. 2011 sah ich die Band um den ehemaligen Real Estate Gitarristen Matt Mondanile zum ersten - und bisher einzigen - Mal.

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Sam Prekop & John McEntire – Köln, 09.05.2017

Für Konzertpendler wie mich sind das die besten Konzertorte: raus aus dem Zug und rein in den Club. Möglichst ohne einen längeren Weg zwischen Wagon- und Clubtür. Daher gehe ich gerne in den Stadtgarten oder in das Luxor, auch der Club Bahnhof Ehrenfeld (in Verbindung mit einer kleinen U-Bahnfahrt) liegt gut, das Gebäude 9 immerhin noch in okayer Laufdistanz. Den Vogel hinsichtlich des Standortvorteils schießt jedoch das Gewölbe ab. Es liegt direkt unter den Bahngleisen des Bahnhofs Köln-West, der wiederum an meiner Bahnlinie liegt. Besser und näher geht es nicht. Das kann man wörtlich nehmen. So lande ich nach 35 Minuten Bahnfahrt bequem vor der Eingangstür des Gewölbes. Auf dem Ticket steht zwar 20 Uhr Beginn, aber aus der samstäglichen Gewölbe-live Erfahrung weiß ich, 20 Uhr meint 21 Uhr. Ich gehe hinein und schaue mich um.

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Xiu Xiu – Köln, 06.05.2017

Es ist die skurrile Szene das Abends: Stell‘ dir vor, du bist Sängerin und spielst gerade ein Konzert. Für einen Song gehst du in den Zuschauerraum, um ihn dort zu performen. Da stehst du nun und siehst, wie die Frau neben dir – die sicherlich auch Eintritt bezahlt hat, also grundsätzlich Musik mag und somit kulturell interessiert sein muß – dir den Rücken zuwendet und wild gestikulierend ihrer Freundin von einem Jahre zurückliegenden Skunk Anansie Konzert erzählt, dass es alle umstehenden locker mithören können. Dich, die Künstler*in, ignoriert sie dabei völlig und das völlig bewusst. Was machst du dann? Hörst du zu, weil dich der Konzertbericht auch interessiert? Stellst du eine schlaue Frage?

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