- Seit 2002 Dinge über Musik und so -

Clap your hands say yeah – Köln, 16.07.2018

Clap your hands say yeah dürfen keine 2-Alben-wonder Band bleiben! Dafür mag ich Alec Ounsworth Leiergesang zu sehr, dafür kann ich zu „Satan said dance“ zu gut tanzen, dafür ist sind Melodien in „The skin of my yellow country teeth“ zu schön. Man merkt vielleicht, Clap your hands say yeah höre ich sehr gerne, und so mache ich mich nicht gänzlich emotionslos auf den Weg ins Gebäude 9. Es ist der heißeste Tag des Jahres und ich möchte diese Band sehen, um die es nach den beiden großen Alben Clap your hands say yeah und Some loud thunder definitiv zu leise geworden ist.

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… and you will know us by the trail of dead – Köln, 13.06.2018

Major Label Debüt. Durchbruchalbum. Source Tags & Codes wurde 2002 via Interscope veröffentlicht. Warum die Band nun gerade jetzt damit auf Tour geht, erschließt sich nicht direkt. Letztes Jahr erschien zum 15-jährigen eine aufwendige Vinylbox und eine Doppel-CD Edition von Source Tags & Codes. Im Winter letzten Jahres sollte dann in London ein Albumkonzert folgen, das jedoch von der Band abgesagt wurden. Arbeiten an einem neuen Album wurden unter anderen als Grund genannt. Von einem neuen Album habe ich nichts mehr gehört, dafür wurden aber im Frühjahr ein paar Konzerte angekündigt.

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Die Nerven – Köln, 23.04.2018

Die Nerven. Als ich die Nerven das letzte Mal live in der Bonner Harmonie sah, konstatierte ich nach einem berauschenden Konzert, dass die Band zwar auch in der Jazz- und Musikkneipe der Harmonie gut aufgehoben war, ich ihren natürlichen Konzertlebensraum jedoch eher in alten Industriehallen wie dem Gebäude 9 sehen würde. Genauso wie alte Glamrockbands aus den 1970er Jahren in die Harmonie gehören, verorte ich Postpunk Bands in alte, ehemalige industrielle Gebäude, die zu Konzertsälen umfunktioniert wurden.

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Protomartyr – Köln, 22.04.2018

Der Typ im Anzug fasziniert mich, seitdem ich ihn das erste Mal erblickt hatte. Damals, ganz oben in der TivoliVredenburg in Utrecht. Er und seine Band spielten im kleinen Saal ein Konzert, das so nachhaltig wuchtig war, dass ich diese Band unbedingt wiedersehen musste. Der Typ ist erinnert mich an Mark E. Smith. Latent genervt, nervös und leicht reizbar schrie er seine Texte in das Mikrofon, dass die Band Mühe hatte, dem in irgendeiner Art und Weise zu folgen.

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Suuns – Köln, 08.04.2018

Da sind sie wieder! Nachdem es um die kanadische Band in den letzten Jahren konzertmässig etwas ruhiger geworden ist, haben Suuns ein neues Album veröffentlicht. Felt heißt die Scheibe und sie klingt wunderbar. Da ist es nur zu obligatorisch, dass ich bei der anstehenden Tour kurz vorbeischaue und ein wenig  mittanze. Ach, dieser Bass. Hach, diese Melodien. Suuns sind toll!

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Girls in Hawaii – Köln, 16.02.2018

Vor vier, fünf Jahren hatte ich musikalisch einen Belgienkomplex. dEUS mochte ich ja schon von Anfangstagen an, die zählen daher nicht wirklich mit ihrer damaligen Veröffentlichung Selected Songs 1994-2014. Und wer braucht schon Kompilationen?! Wer aber zählt sind BRNS und Girls in Hawaii, die mir beide in kurzer Folge über den Weg liefen. Da auch Hooverphonic seinerzeit irgendwas veröffentlichten, was mir auffiel, machte alles zusammen mein musikalisches Belgien komplett.

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Cloud nothings – Köln, 04.12.2017

Oh Mann, was habe ich die Cloud nothings und ihr Album Attack on memory geliebt. Songs wie „No future/no past“, „Stay useless“ und „Wasted days” brachten liebevollen Indierock in mein Frühjahr 2012. Da war mal wieder eine neue, junge, frische Band, die Musik so ganz nach meinen Geschmack machte. Die nächstbeste Gelegenheit, die Cloud nothings live zu sehen, nahm ich war. Ich fuhr nach Dortmund. Ins FZW. Ich war begeistert.

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Torres – Köln, 13.11.2017

Googlet man nach Torres, sieht man erstmal nur Fernando. Dem sehr überschätzten spanischen Stürmer mit Spielzeiten bei Atlético, Chelsea und Liverpool gehören die ersten Sucheinträge; weiter  unten taucht die Webseite torreslovesyou.com auf, die Homepage der Sängerin Mackenzie Scott. Torres loves you, wie nett. Torres (nicht Fernando) kenne ich aus Barcelona. Beim Primavera Sound Festival 20015 war ich so fasziniert von der Amerikanerin, dass ich mir gleich zwei ihrer Konzerte anschauen musste: freitags auf dem Festivalgelände auf der Pitchfork Bühne und Sonntagnacht in einem Klub in Barcelona.

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Japandroids – Köln, 20.04.2017

Die etwas andere kanadische Band. Als die Japandroids vor einigen Jahren auf meiner Bildfläche erschienen, passten sie so gar nicht in mein kanadisches Musikbild. Seinerzeit assoziierte ich Kanada mit melodiösen schönen Indiepop Klängen, Bands wie die Stars, Broken Social Scene, Feist oder Arcade Fire standen für das, was ich mit kanadischer Musik verband und eröffneten mir den schönen und richtigen Blick auf die kanadische Musikszene, mit der ich bis dato nur Bryan Adams verband. Die Japandroids passen da nicht hinein. Ihr Post-Rock ist laut, wild, krachig. 2009 hatten Brian King und David Prowse ein Alleinstellungsmerkmal. Bands nur mit Gitarre und Schlagzeug sah ich damals nicht und kannte diese Kombi eigentlich nur von den Blood Red Shoes.

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Car Seat Headrest – Köln, 16.03.2017

‘You are listening to Caaar Seeeeat Headreeeesttttt‘. Eine quiekende Mädchenstimme läutet das aktuelle Album der Amerikaner ein, bevor mit “Fill the blanket” - der beste Pavement Song, der nicht von Pavement stammt - der erste Kracher aus den Löchern gekrochen kommt. Ich höre diese Sequenz sehr oft sehr genau. Mindestens einmal die Woche, wenn ich für meine Laufrunde Teens of denial als Soundtrack auswähle, ist „Fill in the blanket“ der Startschuss, der mich über die ersten Meter schweben lässt.

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Lee Ranaldo & El Rayo – Köln, 21.11.2016

Lee Ranaldo scheint mir in den letzten Jahren der produktivste des Sonic Youth’schen Gitarrentriumvirats zu sein. Soloalben, diverse Projekte und seit neuestem die Band Lee Ranaldo & El Rayo. Ein Album ist in Arbeit, wie man so sagt, es erscheint wohl zum Ende des Jahres.Ihr Debütauftritt hatte die Combo im Frühjahr beim Primavera Sound. Es war eines von drei Konzerten auf der sogenannten hidden stage, die im zweiten Jahr ihres Bestehens gar nicht mehr so hidden ist. Die Tickets für diese kleinen Konzerte besorgt man sich am Nachmittag an einem separaten Infostand.

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Jochen Distelmeyer – Köln, 20.04.2016

Jeder hat bestimmt Songs, Platten, Bands, die er mit einer Zeit seines Lebens in Verbindung bringen kann und die einen in einem bestimmten Lebensabschnitt geprägt haben. Auf welche Art und Weise auch immer. Jochen Distelmeyer beziehungsweise seine Band Blumfeld ist für mich Musik, die ich sehr stark mit den beginnenden 1990er Jahren assoziiere. Die Ich-Maschine und „Verstärker“ -

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Other lives – Köln, 20.02.2016

Ein gern genommener Jahresvorsatz ist dieser: du sollst die Feste feiern, wie sie fallen. Das sagt auch der Rheinländer zum Karneval, egal ob der Festzug nun am Rosenmontag im Februar oder – wie in meinem Wohn- und Lebensort - mitten in der Fastenzeit im März stattfindet. Ich muss die Feste feiern, wie sie fallen bzw. Konzerte besuchen, wenn sie stattfinden. Das sagte ich mir am Samstagabend,

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Anna von Hausswolff – Köln, 03.12.2015

The Miraculous heißt Anna von Hausswolffs neue Platte, die ich sehr mag und gerade oft höre. Jedes Jahr im Herbst ändert sich meine musikalische Vorliebe. Die luftig leichten Popsongs verschwinden mehr und mehr im CD regal und ich krame die dunklen, ruhigen, sentimentalen Sachen heraus. Es scheint dann so, als ob nicht nur die Tage trüber und trister werden, sondern auch meine Stimmung.

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Built to Spill – Köln, 13.11.2015

'Where’s Brett?' Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen. Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

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