Girls in Hawaii – Köln, 16.02.2018

Vor vier, fünf Jahren hatte ich musikalisch einen Belgienkomplex. dEUS mochte ich ja schon von Anfangstagen an, die zählen daher nicht wirklich mit ihrer damaligen Veröffentlichung Selected Songs 1994-2014. Und wer braucht schon Kompilationen?! Wer aber zählt sind BRNS und Girls in Hawaii, die mir beide in kurzer Folge über den Weg liefen. Da auch Hooverphonic seinerzeit irgendwas veröffentlichten, was mir auffiel, machte alles zusammen mein musikalisches Belgien komplett.

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Cloud nothings – Köln, 04.12.2017

Oh Mann, was habe ich die Cloud nothings und ihr Album Attack on memory geliebt. Songs wie „No future/no past“, „Stay useless“ und „Wasted days” brachten liebevollen Indierock in mein Frühjahr 2012. Da war mal wieder eine neue, junge, frische Band, die Musik so ganz nach meinen Geschmack machte. Die nächstbeste Gelegenheit, die Cloud nothings live zu sehen, nahm ich war. Ich fuhr nach Dortmund. Ins FZW. Ich war begeistert.

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Torres – Köln, 13.11.2017

Googlet man nach Torres, sieht man erstmal nur Fernando. Dem sehr überschätzten spanischen Stürmer mit Spielzeiten bei Atlético, Chelsea und Liverpool gehören die ersten Sucheinträge; weiter  unten taucht die Webseite torreslovesyou.com auf, die Homepage der Sängerin Mackenzie Scott. Torres loves you, wie nett. Torres (nicht Fernando) kenne ich aus Barcelona. Beim Primavera Sound Festival 20015 war ich so fasziniert von der Amerikanerin, dass ich mir gleich zwei ihrer Konzerte anschauen musste: freitags auf dem Festivalgelände auf der Pitchfork Bühne und Sonntagnacht in einem Klub in Barcelona.

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Japandroids – Köln, 20.04.2017

Die etwas andere kanadische Band. Als die Japandroids vor einigen Jahren auf meiner Bildfläche erschienen, passten sie so gar nicht in mein kanadisches Musikbild. Seinerzeit assoziierte ich Kanada mit melodiösen schönen Indiepop Klängen, Bands wie die Stars, Broken Social Scene, Feist oder Arcade Fire standen für das, was ich mit kanadischer Musik verband und eröffneten mir den schönen und richtigen Blick auf die kanadische Musikszene, mit der ich bis dato nur Bryan Adams verband. Die Japandroids passen da nicht hinein. Ihr Post-Rock ist laut, wild, krachig. 2009 hatten Brian King und David Prowse ein Alleinstellungsmerkmal. Bands nur mit Gitarre und Schlagzeug sah ich damals nicht und kannte diese Kombi eigentlich nur von den Blood Red Shoes.

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Car Seat Headrest – Köln, 16.03.2017

‘You are listening to Caaar Seeeeat Headreeeesttttt‘. Eine quiekende Mädchenstimme läutet das aktuelle Album der Amerikaner ein, bevor mit “Fill the blanket” - der beste Pavement Song, der nicht von Pavement stammt - der erste Kracher aus den Löchern gekrochen kommt. Ich höre diese Sequenz sehr oft sehr genau. Mindestens einmal die Woche, wenn ich für meine Laufrunde Teens of denial als Soundtrack auswähle, ist „Fill in the blanket“ der Startschuss, der mich über die ersten Meter schweben lässt.

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Lee Ranaldo & El Rayo – Köln, 21.11.2016

Lee Ranaldo scheint mir in den letzten Jahren der produktivste des Sonic Youth’schen Gitarrentriumvirats zu sein. Soloalben, diverse Projekte und seit neuestem die Band Lee Ranaldo & El Rayo. Ein Album ist in Arbeit, wie man so sagt, es erscheint wohl zum Ende des Jahres.Ihr Debütauftritt hatte die Combo im Frühjahr beim Primavera Sound. Es war eines von drei Konzerten auf der sogenannten hidden stage, die im zweiten Jahr ihres Bestehens gar nicht mehr so hidden ist. Die Tickets für diese kleinen Konzerte besorgt man sich am Nachmittag an einem separaten Infostand.

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Jochen Distelmeyer – Köln, 20.04.2016

Jeder hat bestimmt Songs, Platten, Bands, die er mit einer Zeit seines Lebens in Verbindung bringen kann und die einen in einem bestimmten Lebensabschnitt geprägt haben. Auf welche Art und Weise auch immer. Jochen Distelmeyer beziehungsweise seine Band Blumfeld ist für mich Musik, die ich sehr stark mit den beginnenden 1990er Jahren assoziiere. Die Ich-Maschine und „Verstärker“ -

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Other lives – Köln, 20.02.2016

Ein gern genommener Jahresvorsatz ist dieser: du sollst die Feste feiern, wie sie fallen. Das sagt auch der Rheinländer zum Karneval, egal ob der Festzug nun am Rosenmontag im Februar oder – wie in meinem Wohn- und Lebensort - mitten in der Fastenzeit im März stattfindet. Ich muss die Feste feiern, wie sie fallen bzw. Konzerte besuchen, wenn sie stattfinden. Das sagte ich mir am Samstagabend,

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Anna von Hausswolff – Köln, 03.12.2015

The Miraculous heißt Anna von Hausswolffs neue Platte, die ich sehr mag und gerade oft höre. Jedes Jahr im Herbst ändert sich meine musikalische Vorliebe. Die luftig leichten Popsongs verschwinden mehr und mehr im CD regal und ich krame die dunklen, ruhigen, sentimentalen Sachen heraus. Es scheint dann so, als ob nicht nur die Tage trüber und trister werden, sondern auch meine Stimmung.

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Built to Spill – Köln, 13.11.2015

'Where’s Brett?' Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen. Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

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Django Django – Köln, 20.09.2015

Im Vorgriff auf das Konzert habe ich mir Django Django – das Debütalbum der gleichnamigen Band -auf meinen IPod gezogen, um bei meinen wöchentlichen Joggingrunden im Stadtwald mal wieder „Hail Bop“, „Default“ oder „Storm“ zu hören. Mal wieder deswegen, weil das Album nach einer relativ intensiven aber doch sehr kurzen Hör-Phase vor einigen Jahren im CD Regal verschwand.

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The Wave Pictures – Köln, 26.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: -

The Wave Pictures

Es war ein Abend, wie ich ihn mir vorher ausgemalt hatte. Ein halbvolles Gebäude 9, eine herrlich unkomplizierte Band, Songs mit listigen Texten und schönen Melodien, und einem Konzert, dass manchmal Längen aufwies. Alles in allem also ein guter Abend! Dave Tattersall, Franic Rozycki und Jonny Helm erlebte ich zum ersten Mal in Barcelona. Es war mein zweites Primavera Konzert und es fand im prallen Sonnenschein statt. Die Band spielte gegen die Sonne, uns schien sie in den Nacken und 10 Stunden später waren wir um die Erkenntnis reicher, dass es nicht gut ist, auf dem Primavera alles sehen zu wollen. Kondition und so. The Wave Pictures gehörten seinerzeit zu den Bands, die ich kennen könnte, aber nicht kannte. Ihr Auftritt auf der großen Bühne hinterließ bei mir einen zweigeteilten Eindruck. Einerseits hatten sie schöne Indiepopmelodien und amüsante Songtitel und Songtexte, andererseits spielten sie sehr oft lange Gitarrensolo und die waren so staubtrocken, dass es mich im Hals kratzte. Trotzdem kaufte ich mir im Anschluss Susan rode the Cyclone, eines ihrer Alben, und später noch Long black cars.

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Thurston Moore – Köln, 16.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: All sides

Thurston Moore

Nein, mir war an diesem Abend nicht nach langen Gitarrensoli und -improvisationen zumute. Als die Thurston Moore Band nach 10 Minuten ihren ersten Song beendet hatte, wurde mir das bewusst und ich konnte das Konzert dummerweise bereits zu diesem Zeitpunkt innerlich abhaken. Eigentlich machen mir die Moore’schen Eskapaden nichts aus, eigentlich finde ich sie sogar sehr schön und versuche jedes Konzert des Amerikaners mitzunehmen, aber eigentlich störten sie mich an diesem Abend schon. Vielleicht habe ich den Krach in diesem Jahr zu oft gehört, eine andere Erklärung habe ich gerade für meine Meinung über das Konzert nicht. Wie famos die drei Herren miteinander harmonieren, und welche tollen Gitarrensongs sie zustande bringen, konnte ich vor einem knappen halben Jahr im Kölner King Georg sehen, bzw. hören. Im King Georg sieht man ja nix. Damals spielten sie dort an 2 Tagen hintereinander zwei sehr kleine Clubshows, verzückten mit Feedbacks und verzerrten Gitarren den ganzen Laden und ich war froh, zumindest für einen Abend eine Karte ergattert zu haben. Auch im Gebäude 9 bildete die King Georg Besetzung das Kerngerüst der Band, ergänzt wurde es jedoch um eine weitere Bassistin. Das liest sich jetzt unspektakulär, wenn man aber weiß, wer sich hinter den zwei anderen Musikern und der Bassistin verbirgt, wird sofort leuchtende Augen bekommen.

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Bob Mould – Köln, 07.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: Young Knives

Bob Mould

Bob Mould, noch so ein all time hero. Seine erste Band Hüsker Dü, die er zusammen mit Grant Hart und Greg Norton in den 1970ern gründete, kannte ich zugegebenermaßen lange nur vom Hörensagen. Für Hüsker Dü bin ich zu jung, und Ambitionen, mir diese Band quasi im Nachhinein zu erarbeiteten, hatte ich nicht. So sehr war ich dem Hardcore und Punk nicht verfallen, dass mir das notwendig erschien. Meine lustigste Hüsker Dü Erfahrung hatte ich vor vielen Jahren während der Umbaupause eines Pixies Konzertes in der Frankfurter Festhalle. Da liefen Hüsker Dü vom Band, was wir aber nicht wussten und als wir uns laut fragten, was denn das für ein nerviger Krach als Umbaupausenmusik sei, erklärte uns der Nebenmann: na, Hüsker Dü. Es war uns kurz unangenehm, das nicht erkannt zu haben. Fettnäpfchen. Überdies gab es in den Folgejahren zu viele andere aktuelle spannende Bands, da reichte das Geld nicht für Backkatalogkäufe, und somit nicht für Hüsker Dü. Sugar zum Beispiel war so eine spannende Band, und die zweite von Bob Mould. Sugar liebe ich sehr, ihr Alternative Rock ist zeitlos schön und für mich einer der besten, der damals gemacht wurde. Mit Copper Blue und File Under: Easy Listening hat die Band nur zwei Alben veröffentlich, aber gerade auf Copper Blue ist jeder Song ein Welthit. Herausragend hier vielleicht „Changes“, „Hoover Dam“ und „A good idea“. Mindestens diese drei Songs sollte jeder kennen.

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