Torres – Köln, 13.11.2017

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: The dove & the wolf Googlet man nach Torres, sieht man erstmal nur Fernando. Dem sehr überschätzten spanischen Stürmer mit Spielzeiten bei Atlético, Chelsea und…

0 Kommentare

Japandroids – Köln, 20.04.2017

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: - Die etwas andere kanadische Band. Als die Japandroids vor einigen Jahren auf meiner Bildfläche erschienen, passten sie so gar nicht in mein kanadisches Musikbild.…

0 Kommentare

Car Seat Headrest – Köln, 16.03.2017

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: TRAAMS ‘You are listening to Caaar Seeeeat Headreeeesttttt‘. Eine quiekende Mädchenstimme läutet das aktuelle Album der Amerikaner ein, bevor mit “Fill the blanket” - übrigens…

1 Kommentar

The Wave Pictures – Köln, 26.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: -

The Wave Pictures

Es war ein Abend, wie ich ihn mir vorher ausgemalt hatte. Ein halbvolles Gebäude 9, eine herrlich unkomplizierte Band, Songs mit listigen Texten und schönen Melodien, und einem Konzert, dass manchmal Längen aufwies. Alles in allem also ein guter Abend! Dave Tattersall, Franic Rozycki und Jonny Helm erlebte ich zum ersten Mal in Barcelona. Es war mein zweites Primavera Konzert und es fand im prallen Sonnenschein statt. Die Band spielte gegen die Sonne, uns schien sie in den Nacken und 10 Stunden später waren wir um die Erkenntnis reicher, dass es nicht gut ist, auf dem Primavera alles sehen zu wollen. Kondition und so. The Wave Pictures gehörten seinerzeit zu den Bands, die ich kennen könnte, aber nicht kannte. Ihr Auftritt auf der großen Bühne hinterließ bei mir einen zweigeteilten Eindruck. Einerseits hatten sie schöne Indiepopmelodien und amüsante Songtitel und Songtexte, andererseits spielten sie sehr oft lange Gitarrensolo und die waren so staubtrocken, dass es mich im Hals kratzte. Trotzdem kaufte ich mir im Anschluss Susan rode the Cyclone, eines ihrer Alben, und später noch Long black cars.

0 Kommentare

Thurston Moore – Köln, 16.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: All sides

Thurston Moore

Nein, mir war an diesem Abend nicht nach langen Gitarrensoli und -improvisationen zumute. Als die Thurston Moore Band nach 10 Minuten ihren ersten Song beendet hatte, wurde mir das bewusst und ich konnte das Konzert dummerweise bereits zu diesem Zeitpunkt innerlich abhaken. Eigentlich machen mir die Moore’schen Eskapaden nichts aus, eigentlich finde ich sie sogar sehr schön und versuche jedes Konzert des Amerikaners mitzunehmen, aber eigentlich störten sie mich an diesem Abend schon. Vielleicht habe ich den Krach in diesem Jahr zu oft gehört, eine andere Erklärung habe ich gerade für meine Meinung über das Konzert nicht. Wie famos die drei Herren miteinander harmonieren, und welche tollen Gitarrensongs sie zustande bringen, konnte ich vor einem knappen halben Jahr im Kölner King Georg sehen, bzw. hören. Im King Georg sieht man ja nix. Damals spielten sie dort an 2 Tagen hintereinander zwei sehr kleine Clubshows, verzückten mit Feedbacks und verzerrten Gitarren den ganzen Laden und ich war froh, zumindest für einen Abend eine Karte ergattert zu haben. Auch im Gebäude 9 bildete die King Georg Besetzung das Kerngerüst der Band, ergänzt wurde es jedoch um eine weitere Bassistin. Das liest sich jetzt unspektakulär, wenn man aber weiß, wer sich hinter den zwei anderen Musikern und der Bassistin verbirgt, wird sofort leuchtende Augen bekommen.

1 Kommentar

Bob Mould – Köln, 07.11.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: Young Knives

Bob Mould

Bob Mould, noch so ein all time hero. Seine erste Band Hüsker Dü, die er zusammen mit Grant Hart und Greg Norton in den 1970ern gründete, kannte ich zugegebenermaßen lange nur vom Hörensagen. Für Hüsker Dü bin ich zu jung, und Ambitionen, mir diese Band quasi im Nachhinein zu erarbeiteten, hatte ich nicht. So sehr war ich dem Hardcore und Punk nicht verfallen, dass mir das notwendig erschien. Meine lustigste Hüsker Dü Erfahrung hatte ich vor vielen Jahren während der Umbaupause eines Pixies Konzertes in der Frankfurter Festhalle. Da liefen Hüsker Dü vom Band, was wir aber nicht wussten und als wir uns laut fragten, was denn das für ein nerviger Krach als Umbaupausenmusik sei, erklärte uns der Nebenmann: na, Hüsker Dü. Es war uns kurz unangenehm, das nicht erkannt zu haben. Fettnäpfchen. Überdies gab es in den Folgejahren zu viele andere aktuelle spannende Bands, da reichte das Geld nicht für Backkatalogkäufe, und somit nicht für Hüsker Dü. Sugar zum Beispiel war so eine spannende Band, und die zweite von Bob Mould. Sugar liebe ich sehr, ihr Alternative Rock ist zeitlos schön und für mich einer der besten, der damals gemacht wurde. Mit Copper Blue und File Under: Easy Listening hat die Band nur zwei Alben veröffentlich, aber gerade auf Copper Blue ist jeder Song ein Welthit. Herausragend hier vielleicht „Changes“, „Hoover Dam“ und „A good idea“. Mindestens diese drei Songs sollte jeder kennen.

2 Kommentare

Melt Banana – Köln, 07.06.2014

Ort: Gebäude 9, Köln Vorband: Nicoffeine

Melt Banana

Warum Gitarrist Ichirou Agata einen Mundschutz trägt, erklärte er vor einigen Jahren in einem arte Fernsehinterview. Aufgrund höchster Bühnennervosität war es so, dass ihn auf der Bühne jedes Mal starkes Nasebluten heimsuchte. Und um in die Nasenlöcher gestopften Taschentücher zu verbergen, setzte er irgendwann eine Maske auf. Das wiederum half Agata den Stress zu mindern, denn das Nasenbluten war ihm sehr unangenehm. Irgendwann hätte das mit dem Nasenblutend nachgelassen, die Maske hätte aber eine beruhigende Wirkung, so dass er sie trotzdem weiterhin aufbehielt und trägt. Ja, Nervosität ist manchmal kein guter Freund, dazu könnte man auch Lionel Messi befragen, der sich auch mit körperlichen Reaktionen auf seine Nervosität ab und an rumplagt. Aber das ist eine andere Geschichte, die jedoch in den nächsten vier Wochen sicher öfter mal zu lesen sein wird. Zusammen mit Yasukuo Onuki gründete Ichirou Agata 1992 die Hardcore Noise Band Melt Banana. Die Japaner sind also schon länger im Geschäft. In den Jahren haben sie 10 Alben produziert, anfangs noch in Bandbesetzung mit Schlagzeuger und zweitem Gitarristen und wechselndem Personal, seit zwei Jahren jedoch konsequent nur noch als Duo. Die aktuelle Platte heißt Fetch und erschien Ende letzten Jahres.

0 Kommentare

Wild Beasts – Köln, 05.04.2014

Ort: Gebäude 9 Vorband: Money Wild BeastsDie wichtigste Meldung des Tages kam nach Konzertende: Das ZDF stellt Wetten, dass…?! ein. Wäre es also doch besser gewesen, die viertletzte Sendung des Fernsehdinosauriers zu sehen als in einem überraschend vollen Gebäude 9 eine Band aus England mit Namen Wild Beasts? Immerhin ist Wetten, dass…?! die Samstagsabendunterhaltungsinstitution schlechthin und mir ein treuer Wegbegleiter meiner Kindheit und Jugend. Oder gilt es eher, die noch verbleibenden Konzerte im Gebäude 9 mitzunehmen und mit größtmöglicher Intensität aufzusaugen. Der Konzertsaal in Deutz soll nach jetzigem Stand der Dinge Ende des Jahres Wohnungsbauplänen der Stadt Köln zum Opfer fallen und dicht gemacht. Was nicht gut wäre, überhaupt nicht gut. Absolut überhaupt nicht gut! Als die Pläne der Stadt bekannt wurden, gab es ein großes Rumoren und viel Wirbel um diese Entscheidungssache. Eine Facebookgruppe/seite gründete sich, die mittlerweile mehrere tausend Unterstützer hat, Künstler, die bereits im Gebäude 9 auftraten, äußern sich auf YouTube zu diesem Katastrophenvorhaben der Stadt. Der Gegenwind ist mächtig, und das ist gut. Es gilt, diese Entscheidung nicht hinzunehmen und auf den enormen kulturellen Schaden, den eine Schließung des Gebäudes 9 mit sich bringt, aufmerksam zu machen. Überall und immer. „Man weiß immer erst, was man an jemandem hatte, wenn er nicht mehr da ist.“ Es wäre schön, wenn diese Binsenweisheit über das Gebäude 9 nicht gesprochen werden muss. (Alle weiteren Informationen hier). Eine Schließung würde die Stadt in Sachen musikalischer Relevanz (und damit auch allgemeiner in Sachen Kultur) weit zurückwerfen.

0 Kommentare