Car Seat Headrest – Dortmund, 21.08.2017

Sommerzeit ist Festivalzeit. Unzählige Bands fliegen über den großen Teich und spielen sich in Europa Wochenende um Wochenende die Finger wund. Sind die Freitag- bis Sonntagabende so meist verplant, bleibt zwischen Festivalauftritten die Zeit, ein paar Klubkonzerte zu geben. Was soll eine Band auch machen, wenn sie Samstag in Paris und das Wochenende drauf in Berlin für Festivalauftritte gebucht ist. 5 Tage Schlafen? Eine Möglichkeit; 5 Tage Städtetripps? Eine andere. Nachhause fliegen? Keine Alternative, wenn man nicht Solange oder Frank Ocean heißt und sich das pendeln leisten kann.

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Swans – Dortmund, 15.05.2015

Um 2 Uhr habe ich keine Lust mehr. Ich stehe vor der allergrössten Primavera Sound Festivalbühne ever und sehe seit guten 20 Minuten die britische Band Blur, die hier und jetzt ihr Headlinerkonzert spielt. Es ist voll, zu voll und ich bekomme immer weniger Lust, mir von der Mitte des Platzes aus Damon Albarns rumgehopse anzusehen. Gibt es eine Alternative?

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Benjamin Booker – Dortmund, 10.03.2015

Vor Jahresfrist sah ich im Fernsehen die Drama-Serie Tremé. In Tremé geht es um Musiker, Restaurantbesitzer und andere, die in dem Stadtteil Tremé in New Orleans mit den Folgen des Wirbelsturms Katrina klar kommen müssen und auch klarkommen. Die Handlung beginnt im Herbst 2005, drei Monate nach dem Hurrikan Katrina, und endet Jahre später, ich glaube 2012

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Cloud nothings – Dortmund, 04.05.2012

Wie erkläre ich beispielsweise meinen Arbeitskollegen Konzertfahrten in entfernte Städte zu nicht in der Öffentlichkeit stattfindenden Bands und Musikern? Eine Frage, die sich mir manchmal stelle und die ich mittlerweile mit „Am besten gar nicht“ beantworten möchte. Das ist mein Fazit nach vielen Konzertfahrten und -ausflügen und einigen Erzählansätzen. Steht das Besuchen von Auswärtsspielen der Lieblingsmannschaft oder der pfingstliche Kegelausflug akzeptiert als Mittagstischgespräch, so sind dies Konzertbesuche nicht. Sicherlich war jeder meiner Kollegen schon mal bei einer Westernhagen, Depeche Mode oder Springsteen Veranstaltung, aber das ist im Regelfall Jahrzehnte her (die Erinnerung daher verblasst) und mit Konzerten haben diese Grossevents ja auch nur eine Bühne und Musik gemeinsam.

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Olli Schulz – Dortmund, 13.04.2012

Ort: FZW, Dortmund Vorband: - Die Ausrede, neue Platten von Konzertgebern nicht zu kennen, wird seit Spotify schwieriger. Wie schnell ist hier ein Album durchgehört, ein musikalisches Meinungsbild zusammengeklickt. Als ich am Wochenende zum ersten Mal Spotify nutzte fragte ich mich, welches Album ich denn hören sollte. Nach kurzer Abwägung fiel die Wahl auf Olli Schulz aktuelle Platte „S.O.S. Save Olli Schulz“. Die kannte ich noch nicht und am Freitag wollte ich sein Konzert im Dortmunder FZW besuchen, da würde es mit einem Vorabcheck gut passen. Wie gesagt, die Zeiten des unvorbereiteten Konzertbesuchs scheinen vorbei.... So ein Vorabcheck hat aber auch einen kleinen Nachteil. Nämlich den, dass man von neuen Songs enttäuscht wird und so die Freude auf ein Konzert getrübt werden könnte. „Hoffentlich spielt er nicht so viel von den neuen Sachen“, ein Satz, den ich schon öfter gehört habe und der Vorfreuden dämpfen kann. Meistens sind zwar alle Befürchtungen überflüssig, aber unbewusst bin ich nach solchen Sätzen skeptischer und es ist erst mal am Musiker, mich direkt zu überzeugen und alles gut werden zu lassen. Ganz nach dem Motto: Nee, stimmt gar nicht. Und noch ein Satz zu Spotify: Irgendwie finde ich es komisch, mir ohne zu zahlen aktuelle und weniger aktuelle Alben von Musikern anhören zu können. Bücher lese ich ja auch nicht im Buchladen und lege sie dann wieder zurück. Zurück zu Olli Schulz. Sein neues Album kam mir nach dem ersten Hören ich in großen Teilen etwas schwächer als die Vorgängeralben vor. Eine Information, bei der es mir gereicht hätte, sie während des Konzerts zu erfahren. Nun gut, glücklicherweise leben Olli Schulz Konzerte zwar hauptsächlich, aber nicht nur durch und von seiner Musik. Olli Schulz ist bekanntermaßen auch ein großer Unterhalter, ein Geschichtenerzähler sondergleichen. Wer einmal ein Olli Schulz Konzert besucht hat, wird das bestätigen können. Aber auch hier liegt die Krücke im Detail. Wenn man Olli Schulz zu oft live sieht, kennt man alle Geschichten über Rammstein, Metaljugend und so weiter und der Erzählwitz geht verloren. Dieses sollte mir jedoch in Dortmund nicht passieren. Neues Album, neue Tour, neue Geschichten. Das ist zumindest das, was Olli Schulz hier verspricht. Von daher fand ich ein so la la „S.O.S.“ Album nicht allzu ärgerlich.

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The Charlatans – Dortmund, 02.11.2010

Ort: FZW, Dortmund Vorband: -

Ich liebe diese Band. Ich liebe die Musik der Charlatans. Seit ihren ersten Tagen Anfang der 90er Jahre bin ich süchtig nach ihrem Schweineorgellärm. Auch 20 Jahre später schaffe es nicht, ihr Debüt „Some friendly“ einfach im Schrank zustauben zu lassen. Immer mal wieder greife ich danach und höre es. Genauso, und eigentlich viel lieber höre ich ihre EP „Over rising“. Großartige, alte Manchestermusik, die so antiquiert klingt, wie die Doors in den 80ern. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands haben die Charlatans den Manchester-Rave überlebt. Das Psychodelische tauschten sie im Laufe der Zeit zügig gegen Britpop und später Northern Rock ein. Tim Burgess schafft es irgendwie, sich selbst und seinen Sound immer wieder neu zu definieren. Das klingt nicht immer ganz großartig, aber allemal großartig genug, sämtliche 11 Alben besitzen zu müssen. „Who we touch“ heißt ihr neuestes Werk, vor einigen Wochen wurde es veröffentlicht. Es ist eines ihrer schwächeren Alben, behaupte ich mal. Ich habe es ein, zwei, dreimal gehört und komme bisher zu keinem anderen Resultat. Der Werbesticker auf der CD, der vom besten Charlatans Album seit langem spricht, lügt.

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Mono – Dortmund, 23.03.2010

Es war in vielen Dingen ein spezieller Abend. Nach langer Zeit und vielen Konzerten in den letzten Jahren hatte ich auf dem Weg nach Dortmund so gar nicht das Bedürfnis, unbedingt rechtzeitig um kurz nach…

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Pompeii – Dortmund, 07.10.2009

Es ist nichts los im Dortmunder Freizeitzentrum West. Der langjährige Dortmunder Klub hat sich nach seinem Umzug in die Nähe des alten Unionsbrauereigeländese verstärkt dem Ausrichten von Konzerten verschrieben. Auch früher fanden im alten FZW…

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Volcano the Bear – Dortmund, 07.10.2009

Ich: „Tschuldige, weißt du wer gleich zuerst spielt?“ Er: „I’m sorry, i’m english.“ Ich: „Oh. Excuse me, do you know who is playing first, Volcano the bear or Pompeii?“ Er: „Volcano the bear is first.“…

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Soap&Skin – Dortmund, 13.09.2009

Dieser Auftritt polarisiert. Das ist klar wie Klößchen und aus dem Grundmurmeln am Ende des gut einstündigen Konzertes von Soap&Skin aka Anja Plaschg deutlich vernehmbar. Schultheateraufführung sagen diejenigen, die es nicht so toll fanden. Von…

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