- Seit 2002 Dinge über Musik und so -

Howe Gelb Trio – Dortmund, 30.11.2017

Das domicil in Dortmund ist vermutlich ein altes Kino. Im Erdgeschoss gibt es eine Bar, der Konzertsaal befindet sich in der ersten Etage. Über zwei Flügeltreppen gelangt man nach oben, ein altes Kassenhäuschen dient als Ticketbude. Der Konzertraum wirkt aufgeräumt, ist bestuhlt. Die Bühne am Kopfende ist breit, an den Seiten sind tischhohe Sitzbänke angebracht. ‘Ah, this is the balcony‘ wird Howe Gelb irgendwann während des Konzertes die Leute, die dort sitzen, fragend grinsend ansprechen.

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Way back when Festival – Dortmund, 29.09. bis 01.10.2017

Für das Way back when in Dortmund hatte ich im frühen Vorverkauf ein drei Tages Ticket gekauft. Dass ich dann jedoch nur an zweiTagen vor Ort war, hatte logistische Gründe: ich wollte einfach nicht an drei Tagen nach Dortmund fahren. Das wäre mir zuviel und zu aufwendig, und so entschied ich, den Way back when Freitag sausen zu lassen. Das erschien mir am sinnvollsten (und vernünftigsten). Samstag wollte ich unbedingt unbedingt Portugal.The Man und Waxahatchee sehen, das war uneingeschränkt gesetzt. Und als für den Sonntag die Ducktails angesetzt wurden, war auch die Frage ob nun noch der Freitag oder der Sonntag dazukäme, schnell geklärt.

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Car Seat Headrest – Dortmund, 21.08.2017

Sommerzeit ist Festivalzeit. Unzählige Bands fliegen über den großen Teich und spielen sich in Europa Wochenende um Wochenende die Finger wund. Sind die Freitag- bis Sonntagabende so meist verplant, bleibt zwischen Festivalauftritten die Zeit, ein paar Klubkonzerte zu geben. Was soll eine Band auch machen, wenn sie Samstag in Paris und das Wochenende drauf in Berlin für Festivalauftritte gebucht ist. 5 Tage Schlafen? Eine Möglichkeit; 5 Tage Städtetripps? Eine andere. Nachhause fliegen? Keine Alternative, wenn man nicht Solange oder Frank Ocean heißt und sich das pendeln leisten kann.

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Swans – Dortmund, 15.05.2015

Um 2 Uhr habe ich keine Lust mehr. Ich stehe vor der allergrössten Primavera Sound Festivalbühne ever und sehe seit guten 20 Minuten die britische Band Blur, die hier und jetzt ihr Headlinerkonzert spielt. Es ist voll, zu voll und ich bekomme immer weniger Lust, mir von der Mitte des Platzes aus Damon Albarns rumgehopse anzusehen. Gibt es eine Alternative?

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Benjamin Booker – Dortmund, 10.03.2015

Vor Jahresfrist sah ich im Fernsehen die Drama-Serie Tremé. In Tremé geht es um Musiker, Restaurantbesitzer und andere, die in dem Stadtteil Tremé in New Orleans mit den Folgen des Wirbelsturms Katrina klar kommen müssen und auch klarkommen. Die Handlung beginnt im Herbst 2005, drei Monate nach dem Hurrikan Katrina, und endet Jahre später, ich glaube 2012

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Ane Brun – Dortmund, 23.10.2014

Ort: Konzerthaus, Dortmund
Vorband: Alice Boman

Ane Brun

Es ist derzeit ein kleines Gräuel, aus dem Kölner Raum ins nördliche Ruhrgebiet zu fahren. Die Seuchen A1 leidet unter einer maroden Brückensituation, die Ausweichroute rechts an Köln vorbei (rechts, wenn man auf die Karte guckt), ist entsprechend stark frequentiert. Einplanen musste ich also etwas mehr als die übliche Fahrzeit, was mir die Gelegenheit einbrachte, nochmals die aktuelle CD Songs 2003-2013 der Norwegerin Ane Brun in aller Ruhe zu hören. Nirgends kann ich besser CDs hören als beim Autofahren. Das Angenehme mit dem Lästigen verbinden.
„True Colors“, die schöne Ane Brun Version des Cyndi Lauper Schmachtsongs wurde dabei mein Soundtrack zwischen Remscheid und Wuppertal. Ane Brun verändert ihn nur in Kleinigkeiten, viel gibt es an diesem perfekten Aufmunterungs- und Liebeslied eh nicht zu verbessern. Aber ihre Stimme macht „True Colos“ nochmals zu einem schönen, sehr besonderen Erlebnis. Ich hatte diesen Song lange nicht gehört, aber wie ich das sehr oft bei Musik aus meinen Jugendtagen überraschend feststellen muss, die Texteilen sitzen immer noch. Ich nahm mir den Moment und ertappte mich dabei, dass ich etwas genauer hinhörte. „True Colors“ ist ein tolles Lied, und ich hoffte sehr, dass Ane Brun es auch in einigen Stunden spielen würde.
Dass sie ein Konzert ohne ein Cover beendet, fand ich eher unwahrscheinlich. Es gehört irgendwie zum Liverepertoire der Norwegerin, fremde Songs vorzutragen. (mehr …)

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Cloud nothings – Dortmund, 04.05.2012

Wie erkläre ich beispielsweise meinen Arbeitskollegen Konzertfahrten in entfernte Städte zu nicht in der Öffentlichkeit stattfindenden Bands und Musikern? Eine Frage, die sich mir manchmal stelle und die ich mittlerweile mit „Am besten gar nicht“ beantworten möchte. Das ist mein Fazit nach vielen Konzertfahrten und -ausflügen und einigen Erzählansätzen. Steht das Besuchen von Auswärtsspielen der Lieblingsmannschaft oder der pfingstliche Kegelausflug akzeptiert als Mittagstischgespräch, so sind dies Konzertbesuche nicht. Sicherlich war jeder meiner Kollegen schon mal bei einer Westernhagen, Depeche Mode oder Springsteen Veranstaltung, aber das ist im Regelfall Jahrzehnte her (die Erinnerung daher verblasst) und mit Konzerten haben diese Grossevents ja auch nur eine Bühne und Musik gemeinsam.

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Jane Birkin – Dortmund, 14.02.2008

Tatort Brückstrasse, Dortmund; Anfang der 90er. In dieser leicht abgewrackten Fussgängerstrasse in der Dortmunder Innenstadt spielt das Szeneleben. Gothic'ler, Dark Waver und alle die, die auf englische Modelabels stehen finden hier ihre Einkaufsmöglichkeiten.

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