- Seit 2002 Dinge über Musik und so -

Loyle Carner – Köln, 02.03.2017

In England füllt er sechsmal so große Hallen, sehe ich auf YouTube. Ich rede von Loyle Carner und klicke mich durch ein paar seiner Livevideos. Vor ein paar Minuten hatte ich mich dazu entschlossen, sein Konzert im Club Bahnhof Ehrenfeld morgen zu besuchen. Die Stimmung in den Livevideos ist gut, es wird viel mitgerappt. Loyle Carner ist der mann des Stunde des britischen Hiphop. Die Lobeshymnen sind riesengross, die Kritiken überschwenglich. Vorgestern stolperte ich zufällig über den Namen Loyle Carner, gestern dann noch einmal etwas stärker, so dass ich mich entschied, mir sein Konzert anzuschauen. Manchmal steh‘ ich auf Hiphop.

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Hinds – Köln, 24.08.2016

Es ist der heißeste Tag des Jahres. Selbst am Abend kleben die Unterarme noch an der Holzlehne des Regionalbahnsitzes. Ein wenig Linderung verschafft die Klimaanlage, die im Dauerbetrieb für Abkühlung sorgt. 35 Minuten durchatmen, bevor in Köln-West die Abendhitze der Stadt erneut einen Schweißfilm auf meine Haut zaubert. Eigentlich gibt es besseres, als an solch einem Sommerabend mit dem Zug zu fahren. Eigentlich gibt es besseres, als an solch einem Sommerabend ein Konzert zu besuchen.

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Toe – Köln, 17.08.2016

Auf der Hinfahrt entdecke ich durch Zufall einen Artikel auf der Webseite Psychology of music. Ein Umweg über drei verlinkte Seiten führte mich zu ihr, ohne Hinweise hätte ich die australische Webseite nie und nimmer entdeckt. ‘If you’re happy and you know it: Music engagement and subjective wellbeing‘, so lautet die Überschrift über die Studie, die sich mit der Abhängigkeit zwischen Musik hören/machen/sehen und dem persönlichen Wohlbefinden beschäftigt.

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Wolf Alice – Köln, 12.02.2016

Es begann irritierend. „Das neue Wolf Alice Album klingt aber ganz anders als ihre letzten Alben“. Bands und ihre Namen. Hier lag offensichtlich eine Verwechslung vor. My love is cool ist nämlich das Debütalbum der britischen Band. Schnell wurde klar, dass ich Wolf Alice mit Chelsea Wolfe durcheinander gebracht habe. Alben beider Bands kaufte ich etwa zur gleichen Zeit im Sommer des letzten

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Robert Glasper Trio – Köln, 19.07.2015

Vor einigen Jahren schrieb ich, nachdem ich mit einem Arbeitskollegen während einer Dienstreise ein bluesiges Jazzkonzert eines obskuren Schlagzeugers und seiner Band besucht hatte, dass ich wohl für Jazz noch nicht alt genug sei. In meiner theoretisierten Lebens- und Musikwelt war es nämlich so, dass ich mein Interesse für Jazz nicht vor 40, eher mit Mitte 40, aufkommen lassen wollte.

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Ghostpoet – Köln, 08.05.2015

Was machen eigentlich gerade Melanie de Biasio, Nadine Shah und Bowlermann Paul Smith? Ich frage deswegen, weil alle drei Musiker Gastauftritte auf Ghostpoets neuen Album „Shedding Skin“ haben. Gerade die Songs mit Nadine Shah als zweite Stimme sind wahre Knüller, und so wäre es doch schön gewesen, wenn

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Theophilus London – Köln, 02.12.2012

Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln Vorband: -

Theophilus London is an MC and singer from Brooklyn, NY, whose genre-bending approach draws from a range of styles, from soul-pop and new wave to electro and contemporary R&B. Citing influences that include Michael Jackson and Prince as well as Kraftwerk and the Smiths. (allmusic.com)
Mono, Françoiz Breut, Theophilus London. Kann eine Woche größere Kontrastkonzerte haben als die letzte KW? Manchmal kommen mir selbst Zweifel bei dem, was ich mache. Postrock, Chansons, HipHop. Wo ist denn da bitte schön die Schnittmenge? Kann man Fan all dieser so unterschiedlichen Musikrichtungen sein? Nun, ich kann es nicht, aber bei manchen Sachen habe ich eine Grundneugierde, die ich ab und an bedienen muss. So wie an diesen Sonntag. Als ich tags zuvor zufällig die Ankündigung des Club Bahnhof Ehrenfelds las, musste ich an das Frühjahr zurückdenken. Seinerzeit sind mir Herr London und Frank Ocean über den digitalen Weg gelaufen und ich erinnerte mich meiner HipHop / Rap / R‘n’B Blütezeit Anfang der 90er. MC Solaar, Terence Trent D’Arby, Beastie Boys, Advanced chemistry, Neneh Cherry. Ich bin und war nie großer Liebhaber von R’n’B, aber das, was London und Ocean machen, finde ich spannend. Allerdings auch nur so spannend, dass ich es kurze Zeit später wieder vergaß. Es fehlten halt doch die Gitarren. Bis auf Samstagnachmittag.

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Françoiz Breut – Köln, 28.11.2012

Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, Köln Vorband: Fredda

Mit französischer Popmusik verbindet mich eine Hassliebe. Und die wunderschönen le Pop Konzerte, die alle Jahre wieder in Köln stattfinden sind folglich ein zweischneidiges Schwert für mich. Typische französische Chanson mag ich nicht, sie klingen mir zu mediterran, zu klassisch, zu sehr nach tralala. O je, das ist eine selten dämliche Umschreibung, aber mir fallen keine besseren Adjektive ein. Einige Vertreter der „neuen“ französischen Popkultur dagegen finde ich sehr spannend: Dominique A., Benjamin Biolay, Yann Tiersen oder eben Françoiz Breut. Zufällig ist das die Creme de la Creme dieses Genres. In Frankreich sind sie alle Superstars, in Deutschland dagegen nur sehr wenig bekannt. Die le Pop Macher haben es sich daher vor Jahren auf ihre Fahnen geschrieben, diese wunderbaren Künstler auch im nicht frankophilen Deutschland etwas bekannter zu machen. Und so spielte an diesem Mittwoch Françoiz Breut im Kölner Club Ehrenfeld, zusammen mit der eher „klassischen“ und mir völlig unbekannten Fredda. Also auch am diesem Abend zwiespältige Gefühle, die mich lange unsicher bleiben ließen, ob es wirklich eine gute Idee war, hierhin zu fahren. Natürlich war es das, denn der Abend war Dank Françoiz Breut ein großer Abend. Doch zuerst Frédérique Dastrevigne, wie Fredda eigentlich heißt. Die Französin betrat zusammen mit einem Gitarristen die Bühne. Das Bild, welches die beiden abgaben, war so typisch französisch, dass ich es nicht beschreiben möchte. Fredda hat mit „L´Ancolie“ eines der „bisher schönsten Alben des Jahres vorgelegt“, wie Focus Online zu schreiben weiß. Ich habe keine Ahnung, wie ich ihre Songs beschreiben soll, dafür kenne ich mich auf diesem gebiet zu wenig aus. Das Internet sagt:

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