Waxahatchee – Brüssel, 31.01.2015

Ort: Botanique, Brüssel Vorband: - Waxahatchee ist der Name eines Flusses im US-Bundesstaat Alabama. Die umliegenden Städte haben Namen wie Stewartville, Alexander City Childersburg und Columbiana. Nach diesem Fluss benannte…

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I like Trains – Brüssel, 16.02.2014

Ort: Botanique, Brüssel Vorband: Her name is Calla

I like Trains

Wir haben da so ein Traditionsding. Wenn es die Zeit erlaubt, und die erlaubte es bisher immer, kehren wir vor einem Konzertbesuch in der Brüsseler Botanique in einen in der Nebenstraße gelegenen türkischen Imbiss ein. Snack Le Botanique  heißt der Laden und er macht, wie so viele Gebäude und somit auch Imbissstuben in der belgischen Hauptstadt, einen leicht abgeramschten Eindruck. Aber das ist nur äußerlich, denn seitdem wir hier vor Jahren zum ersten Mal einkehrten, wurden wir nie enttäuscht. Und so kommen wir immer wieder und schaffen zwischen Autofahrt und Konzert mit Pommes, Dürüm und Döner eine magenfüllende Grundlage für den Abend. Das letzte Mal war ich vor gut einem Jahr hier. Seitdem hat sich einiges geändert. Alles neu, könnte ich meinen und es scheint, als ob der Imbiss gentrifiziert worden wäre. An der hinteren Wand hängt eine New York Fototapete (allerdings eine ohne Blick auf Manhattan, sondern den East River entlang), das Mobiliar wurde ausgetauscht und an der Theke werde ich nun gefragt, welche Soßen und Salate ich zu meinem Dürüm/Döner haben möchte. Und es gibt Menüs zum Komplettpreis. Gott sei Dank hat sich die Qualität nicht verändert, der Laden ist nach wie vor top und weiterhin ein Imbissstubentip in der Nähe der Botanique. Den Magen voller bester belgischer Pommes betraten wir Gegen halb acht die Botanique, wir waren entspannt im Zeitplan (bei Autofahrten nach Brüssel geht dieser nicht immer auf, daher ist das erwähnenswert) und wir konnten den Bands beim Merchaufbau vor der Rotonde zuschauen. Das I like Trains Konzert sollte im mittleren der drei Botanique Konzertsäle stattfinden. Ein kleinerer liegt im Keller, der grössere Saal weiter hinten in dem Gebäude, das vormals die Orangerie des königlichen botanischen Gartens war.

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The Joy Formidable – Brüssel, 01.02.2013

Ort: Botanique, Brüssel Vorband: We are animals

„Hast du am Freitag schon was vor?“ Mit dieser Frage am Dienstagabend kurz vor Beginn des Paul Banks Konzertes fing alles an. Nein, ich hatte noch nichts vor am Freitag, und so kam es, dass ich spontan und voller Neugierde dem Angebot zustimmte, mit nach Brüssel in die Botanique zu fahren um mir die bis dahin nur namentlich bekannte walisisch, schottisch, amerikanische Bandkombination Namens The Joy Formidable anzusehen. „Austere“, so erfuhr ich im weiteren gesprächsverlauf, könne ich kennen, es sei so etwas wie ein kleiner Riesenhit der band. Egal, es bedurfte keiner weiteren Überzeugungs- oder Überredungskünste, für einen unterhaltsamen Abend mit Musik bin ich immer zu haben. Da bin ich dabei, da fahre ich auch gerne mit nach Belgien. Insgeheim bin ich gar über jedes Angebot zum Besuch der Botanique dankbar, ist sie doch einer meiner allerliebsten Konzertorte. Die Sache war also abgemacht, und so startete am späten Freitagnachmittag die Fahrt ins nicht so weite Brüssel. Die Besonderheit daran war diesmal, dass sie ohne moderne Navigationshilfen durchgezogen wurde, papierenes Kartenmaterial sollte uns schon hinführen. Wir waren ja bereits oft genug da und der Weg eigentlich klar. Eigentlich insoweit, als dass wir uns nur nicht verfahren dürfen. Einmal falsch abbiegen, und die Klarheit würde auf den ersten 10 Metern schwinden. Brüssel ist verkehrstechnisch ein tiefer Moloch, der einen rasch an die Orientierungsgrenzen führen kann. Erst recht im Regen, erst recht im Dunkeln. Und es kam wie es kommen musste und wir übersahen die richtige Ausfahrt von der Autobahn. Irrfahrt Nummer eins begann, obwohl, so richtig irre war sie nicht. Wir waren zwar nicht mehr auf dem direkten Weg, aber immer noch im Rahmen der Google Maps Ausdrucke. Wir wussten, wo wir waren, zumindest phasenweise. Dass wir noch einigermaßen im Zeitplan ankommen würden, war also absehbar und wurde auch eingehalten. Ein allzu großes Interesse an der Vorband bestand eh nicht, so dass wir We are animals denn auch zugunsten eines Abendsnacks sausen ließen. Haben wir was verpasst? Ich denke nein, und essen ist ja auch wichtig! Ein Blick auf die Eingangstür der Orangerie verriet uns, dass The Joy Formidable um neun Uhr die Bühne betreten sollten. Konzertzeitpläne sind eine gute Sache, warum gibt es sie eigentlich bei uns nicht? Es war also noch Zeit für einen Besuch beim Türken um die Ecke, und der grösste Saal der Botanique sah uns gesättigt gegen kurz nach neun wieder.

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Stars – Brüssel / Köln, 16./17.12.2012

Ort: Botanique, Brüssel und Luxor,Köln Vorband: Zeus

Brussels is always an option. Als sich die kanadischen Stars für Dezember im näheren Dunstkreis der Voreifel ankündigten, war aus einer Idee rasch der Plan entwachsen, ihr Brüsseler Konzert mit einem wochenendlichen Kurztrip zu verbinden. Es ist ein Katzensprung in die belgische Hauptstadt, der Zug braucht keine 2 Stunden, die Geschäftshotels im Norden der Stadt an Samstagen und Sonntagen sehr erschwinglich und die Botanique einer der besten Konzertorte Europas. Also wenig, was dagegen sprach. Und vieles sprach dafür. Die Stars gehören zu meinen uneingeschränkten Lieblingsbands. Ich mag die Kanadier, sie sind so normal, sie haben so schöne Melodien und der zwei-Personengesang von Amy Millan und Torquil Campbell gibt den Stars die gewisse Besonderheit, die sie von vielen anderen Bands unterscheidet und sie aus dem Pool der Indiepopbands herausragen lässt. Was haben sie nicht schon für Hits geschrieben, „Your ex-lover is dead“, „My favorite book“, „The night stars here“ um mal die größten zu nennen. Eigentlich könnte ich hier noch 40 weitere Songs aufzählen. Im Sommer erschien „The north“, ihr aktuelles Album. Wie andere auch war ich beim ersten Durchhören etwas enttäuscht. Wo war der Ohrwurm? Wo waren die auf Anhieb funktionierenden Songs? „The north“ hatte all die nicht. Oder aber ich fand sie nicht. Es schien die schwächste Platte der Stars seit langem zu sein. Nun gut, immer Champions League ist auch für die besten schwierig.

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Best Coast – Brüssel, 22.09.2012

Ort: Botanique, Brüssel Vorband: Paon Brüssel ist immer eine Option. War ich dieses Jahr eigentlich schon in der Botanique, dem besten, schönsten und stimmigsten Konzerthaus, das ich kenne? Nun, dann wird es langsam Zeit, denn mindestens einmal im Jahr sollte ich im Norden Brüssels vorbeischauen. Das Konzert der Los Angeles Band Best Coast bot sich dazu an, näher sollte die Band an Köln nicht herankommen. Grund genug, um sich auf den samstagnachmittäglichen Weg in Richtung Belgien zu begeben. Dass wir diese Idee nicht alleine gepachtet hatten, bemerkten wir am Abend vor der Bühne des kleinsten Konzertsaales des Botanique: bekannte Gesichter standen schon in Reihe eins. Auf manche Dinge ist eben Verlass. Folgt man Best Coast auf Twitter, lernt man viel über die Band, Los Angeles, Anzugsordnungen bei Konzerten, das Tourleben und anderen Unsinn. Die Band (oder Sängerin Bethany Cosentino) ist eine rege Netzwerkkommentatorin, sie twittert was das Zeug hält. Seit ihrem Kölner MTC Konzert vor ungefähr zwei Jahren bin ich Best Coast Verehrer, ich mag ihren laxen Indiepop und ihre unaufgeregte Art. So lange folge ich ihnen auch bei Twitter, oder besser gesagt folgte ich ihnen, denn vor einigen Monaten wurde es mir zu viel. Kein neues Album und Unmengen an Statusmitteilungen, die mich nur bedingt interessierten, ließen Twitter Twitter sein und ich entfolgte Best Coast. So verpasste ich natürlich die Ankündigung eines neuen Albums und einer spätsommerlichen Tournee. Auf beides musste ich erst aufmerksam gemacht werden, zögerte dann jedoch keine Minute, um unserem Konzertausflug zuzustimmen. Best Coast spielten im Gewölbekeller, in der sogenannten Witloof Bar der Botanique. Viel Betrieb war an diesem Abend im Kulturzentrum, die Briten von We have band begeisterten in der Orangerie, die Rotonde bot eine Ausstellung zum Thema Frauen und Film. Das Konzert war seit Tagen ausverkauft, das Parkhaus um die Ecke fast direkt neben dem türkischen Imbiss, den wir gerne und immer wieder als Snackoption vor Konzertbeginn wahrnehmen, überraschend leer. Das lief ja bestens, und wenn man weiß, dass ein belgisches ausverkauft wenig mit einem köln’schen ausverkauft gemein hat, stand einem schönen und entspannten Konzertabend nichts mehr im Weg.

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School of seven bells – Brüssel, 10.03.2012

Ort: Botanique, Rotonde, Brüssel Vorband: Vega

Samstag Nachmittage auf der Autobahn. Regnerisches Schmuddelwetter lädt uns förmlich dazu ein. Wie andere Gleichaltrige treffen wir uns an einem Parkplatz am Autobahnkreuz der A1 und A4, lassen einen Wagen stehen und fahren gemeinsam weiter. Unser Ziel ist aber nicht das Heim- oder Auswärtsspiel unserer Lieblingsfussballmannschaften, unser Ziel heißt Botanique, unser Auswärtsspiel in diesem Jahr ist School of seven bells. Der Fußball ist aber Thema. Der FC führt 1:0 und es gab drei rote Karten. Wieso? Weshalb? Gerechtfertigt? Auch Telefonate konnten keine abschließende Klärung bringen. Der Kommentar, den wir von einem Sky Gucker hörten, beruhigte uns nur kurz: „Das war nix, das war ein Witz.“ "Das ist so ‘n Männerding, oder?" fragte mich vor Wochen ein Bekannter, dem ich von meinen / unseren Konzertausflügen erzählte. Seine Frage war nicht provokant gemeint, dafür mag er selbst zu sehr Musik und Konzerte, aber sie irritierte mich dennoch. Denn normalerweise sind Männerdinge überhaupt nicht mein Ding, aber ich glaube, in diesem Fall hat er nicht ganz unrecht. Fantum könnte man es weniger genderbezogen auch nennen. Oder Hobby. Die Rotonde der Botanique ist eine der angenehmsten Konzertorte, die ich kenne. Daher stand es zu keiner Zeit zur Diskussion, an diesem Nachmittag nach Brüssel zu fahren. Im Gegenteil, die knappen 2 Stunden Autofahrt waren ein großer Spaß, Langweile kam nicht auf. Und da der Verkehr überschaubar dicht war, passte unser Zeitplan perfekt. Parken, Essen, Konzert. Diese Reihenfolge ließ sich bequem einhalten. School of seven bells gehören zu der Sorte Band, die man sich als Fan gitarrenlastiger Indiemusik zu jeder Zeit gefahrenlos ansehen kann. Allein mit ihrem Debütalbum „Alpinism" verfügt das Duo Alejandra Deheza und Benjamin Curtis (Alejandra Zwillingsschwester Claudia hat bekanntermaßen vor einiger Zeit die Band verlassen) über genug Hits, um ein Konzert bedenkenlos gut und begeisternd über die Bühne bringen zu können.

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Chokebore – Brüssel, 20.02.2010

Die Band bricht ihren Song nach wenigen Takten. „Welches Stück spielt ihr?“ fragt Troy von Balthazar. „Jonathan was spielst du? Und du, James?“ Nun, jeder hatte eine andere Idee von…

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