- Seit 2002 Dinge über Musik -

Julia Holter – Bochum, 27.11.2018

‘Wo geht’s denn hier zum Yoga? Sie suchen doch auch den Eingang.‘ entgegnete mir eine ältere Dame. Ich verneinte, ich suche nicht den Yogakurs sondern den Eingang ins Schauspielhaus, bzw. einen offenen Eingang zum Schauspielhaus. Der nicht zu übersehende Haupteingang war nämlich auch um 19 Uhr noch verschlossen. Guter Rat war teuer, letztendlich bekam ich ihn und den Hinweis, dass Julia Holter nicht im Schauspielhaus, sondern im benachbarten Kammerspiele auftritt.

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Starsailor – Bochum, 24.10.2015

Seit einigen Wochen oder gar Monaten stehe ich kurz davor, mir so ein Online- Streaming-Dings-Gerät zu kaufen, mit dem ich nicht nur am Rechner meine digitale Musik und ferne Radiosender hören kann, sondern auch im Wohnzimmer, in der Küche, im Flur. Denn ich höre sehr gerne Radio und ich bin es leid. Nein, nicht das Radio hören. Ich bin es leid, immer nur diesen unsäglichen Radiosender 1live hören

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25 Jahre Cityslang Festival – Bochum, 15.08.2015

Früher war das mit dem Musik kaufen und entdecken so. Ich kaufe CDs von Bands, die auf dem gleichen Label vertreten waren wie Lieblingsbands und oder mit denen in irgendeiner Verbindung standen und ich kaufte keine CDs, die der beste Freund hatte. Letztere hatte ich dadurch sowieso, weil wir es so machten, wie es wohl alle machten. Einer kauft, der andere nimmt auf. Es war ein gegenseitiges Geben und

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TTNG – Bochum, 03.09.2013

Ort: Bahnhof Langendreer, Bochum
Vorband: Mylets

TTNG

TTNG.
Als ich den Namen im Frühjahr zum ersten Mal bewusst hörte und las, habe ich ihn zugegebenermaßen nicht direkt mit „This town needs guns“ in Verbindung gebracht. Warum auch? Das aktuelle Album 13.0.0.0.0 der Engländer ist noch mit „This town needs guns“ bezeichnet. Also warum hat die Band ihren Namen geändert? Waren es kleine pazifistische Gründe, die sie dazu bewogen haben oder gefiel er ihnen nur nicht mehr?
Auf ihrer tumblr Seite entdeckte ich dazu folgendes Statement:

“I’d also like you to know that my personal want to move away from the full name is completely abstract from any current events or social pressures of political correctness. When the boys asked me if I would consider joining the band, the name made it very difficult for me. I eventually got perspective and realised that the opportunity to work with such amazing musicians was way more important than my dislike of a silly band name. It wasn’t until in the band that the gravity of the name became more obvious, and that it wasn’t just a silly band name. With stories of people being on the receiving end of abuse for wearing the band’s t-shirts, the importance of context on the name was clear – without the knowledge that it was the name of a band, the statement ‘this town needs guns’ is left to be taken literally. As we continue promoting the bands music, the name is going to find itself in more and more places without this qualifying context to excuse it.
I am an adamant pacifist and the idea of guns and indeed any form of violence turns my stomach. The idea of attaching myself to such a statement, that can so readily be taken out of context, and irony overlooked, has felt like a real compromise on my integrity.
Anyways, we are not violent people, we don’t make violent music, why should we have a violent name? I often wonder how many people have been put off listening to the band assuming that the music is really heavy.
So why not change to a completely new name all together? Because we’re still the same band. We still play old songs and want to continue doing so. Sure the band’s evolved since the last release, but TTNG has always been in a state of flux throughout the bands history. In fact, on the album ‘Animals’, for which the band is most known, Stu was the only original member. So that’s it, we’re still the same band, we’re just moving forwards. Changing the name all together would sever the link between the old material and the new and remove it from being seen as the progression that it is as a whole body of work.”

TTNG dann also. (mehr …)

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Gisbert zu Knyphausen – Bochum, 12.03.2012

Ort: Kulturbahnhof Langendreer, Bochum
Vorband: Steffen Nibbe

Was für ein großartiger Abend mit Gisbert zu Knyphausen im alten Kulturbahnhof Langendreer. Viel zu spät beendete die Band ihr Konzert, es schien so, als wollten sie gar nicht mehr aufhören.Anders als die jungen Bouranis hat Knyphausen es wirklich drauf. Ihm fehlen nicht die Worte und die unaufdringliche Melancholie, um die schönen Leiden des jungen Lebens auf den Punkt zu bringen. Dass er dabei vier Musiker um sich versammelt, die alle ihr Handwerk mehr als perfekt verstehen, macht ihm die Sache einfach und ein Knyphausen & Band Konzert zu einer runden Angelegenheit.
Gisbert zu Knyphausen also. Der Name sagte mir lange Zeit nicht viel, ach was, er sagte mir überhaupt nichts. Da konnten alle um mich herum noch so von seiner Musik schwärmen, ich wollte ihn partout nicht kennenlernen. Einladungen mit zu seinen Hoffesten zu fahren, ließ ich verpuffen. Was soll das, irgendwo in Rheinhessen auf einem Weingut ein SingerSongwriter Konzert anzugucken. Der Weg ist zu weit, die Aussicht auf melodramatisches Akustikgitarrengeklimper schien mir nicht lohnenswert genug. Und überhaupt, wo liegt dieses Eltville eigentlich. Und Wein können die Besucher dort auch verköstigen? Na das klang mir doch sehr nach einem gemütlichen Jazz- Frühschoppen. Ich Ahnungsloser!
Was ich damals nicht wusste: Die Knyphausens gehören zu einer der alten Winzerdynastien in Deutschland, ihr Weingut im klassischen deutschen Rieslinggebiet, dem Rheingau, gehört zu den etablierten im Land.
Was ich auch nicht wusste, Gisbert zu Knyphausen ist der deutsche Singersongwriter mit den besten Melodien, der schönsten Traurigkeit und den intelligentesten Texten.
Das entdeckte ich aber erst später. Irgendwann lag dem Rolling Stone ein Knyphausen Live Album bei. Und wie alle Musikmagazin CDs landete auch diese CD im Auto. Auf einer längeren Autobahnfahrt war es dann soweit. Die CD lief und lief und lief und ich erkannte meine Fehleinschätzung. Von da an war es ein Ziel, diesen Knyphausen einmal in einem Konzert live zu sehen.
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Amy Macdonald – Bochum, 26.02.2009

Ort: Jahrhunderthalle, Bochum Vorband: Moke Lass uns nicht über die unglücklichen Anfahrtsumstände sprechen, und lass uns nicht über die schöne, aber für Konzerte eher ungeeignete…

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