Speedy Ortiz – Köln, 07.10.2015

Ort: Blue Shell, Köln Vorband: Trust Fund Warum ich Speedy Ortiz so mag, ist schnell erklärt. Ich mag Pavement, ich mag Schrammel-Indie-Pop-Rock-LoFi. „Tiger tank“ ist mit Sicherheit das beste Pavement…

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Waxahatchee – Köln, 08.06.2015

Ort: Blue Shell, Köln Vorband: Pinkwash Es war ein wundervolles Konzert! Als ich vor einigen Jahren ein Feature über Katie Crutchfield alias Waxahatchee im Kulturprogramm auf arte gesehen hatte, habe…

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Motorama – Köln, 25.09.2013

Ort: Blue Shell, Köln Vorband: The Elwins

Motorama

Ich kenne mich in der russischen Musikszene null aus. Sowohl früher als auch heute sind mir all die Bands und Musiker völlig unbekannt und fremd. Pussy Riot ist mir natürlich ein Begriff, aus den Nahrichten, einen Song kenne ich jedoch nicht. Hätte man mich als Kind gefragt, welche sowjetischen Musiker es denn so gäbe, hätte ich mit Dschinghis Khan und Ivan Rebroff geantwortet. Das beide auf Deutsch sangen, für einen achtjährigen ist das eher Nebensache. Tatarentanz, Rauschebart und Fellmütze waren mir damals Indizien genug, diese beiden Bands/Musiker mit der Sowjetunion zu verbinden. So, Schublade wieder zu. Seit einem guten Jahr antworte ich auf die Frage nach einer russischen Band stilsicher mit Motorama. Als diese junge Band aus Rostow am Don vor ein, zwei Jahren plötzlich in meinem Bewusstsein auftauchte, war ich sofort Fan. „Alps“, das Album, was sie auch heute noch zum freien Download auf ihrer Webseite anbieten, faszinierte mich mit seinen Cure-esken Melodien direkt. Es brauchte nicht lange, um angefixt zu werden. „Northern Seaside“, „Warm Eyelids“, „There’s no hunters here“, wow, was für Songs! Schnell besuchte ich ihr Konzert in Oberhausen und war begeistert. Das war im letzten Winter und es war grandios. Als dann Köln im aktuellen Tourplan auftauchte, war es ein Pflichttermin, dort aufzulaufen. Ich saß im Zug, als mich eine Musikempfehlung per Mail erreichte. Verbunden mit der Aussage, „ich könne mir das aber auch erst nach dem Konzert anhören, um mir die Einstimmung auf den musikalischen Abend nicht zu verderben“. Das brachte mich dazu darüber nachzudenken, wie ich mich eigentlich auf Konzerte einstimme. Höre ich Musik der Band, die ich gleich sehen werde? Höre ich andere Musik? Nun, meistens höre ich gar keine Musik, nur wenn der Zug sehr laut ist, krame ich den IPod hervor und höre das, wonach mir ist. Das kann Musik der Band sein, die gleich spielt, oder etwas ganz anderes. Ich kenne Konzertgänger, die hören vor einem Konzert tagelang keine Songs der Konzertband, andere wiederum hören gerade Songs der Konzertband. Bei mir ist das nach Lust und Laune sehr unterschiedlich. Aber sehr oft schaue ich mir nachmittags zur Einstimmung Livevideos an. Ein bisschen muss ich meine Neugierde ja befriedigen. An diesem Tag ging es jedoch ohne Video gucken und Songs hören. Das letzte Motorama Konzert war mir noch sehr präsent. Überdies höre ich Motorama sehr regelmäßig, sie sind eine von wenigen Abends, die einen Dauerplatz auf meinem IPod haben. Und das ist ein eindeutig gutes Qualitätsmerkmal.

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On An On – Köln, 09.05.2013

Ort: Blue Shell, Köln Vorband: Woman

On An On

Ach was machten die vier On An On’s doch für einen sympathischen Eindruck. Sehr unprätentiös und charmant spielten sich die Amerikaner durch ihr 50 Minuten Konzert. Leicht entschuldigend ließen sie uns am Ende von „Ghosts“ wissen, dass nun ihr letztes Stück käme, weil sie doch nur eine 45 Minuten Platte hätten und im Laufe des Konzertes auch schon ein Cover hinzugefügt haben. Dass als Zugabe dann Cover Nummer zwei folgte, war – ohne es angesagt zu bekommen – sehr klar. Nate Eiesland, Alissa Ricci, und Ryne Estwing sind On An On und die übriggebliebenen Mitglieder der Chicagoer Indieband Scattered Trees, mit der sie eigentlich dieses Album aufnehmen wollten. Googelt man nach der Band Scattered Trees wirft die Suchmaschine den mittlerweile toten Link scatteredtreesmusic.com heraus und beschreibt ihn mit der Textzeile „Official Site. Tour Dates. Music. Debut Album 'Give In' out 1/29/2013.“ Nun haben also On An On dieses Album veröffentlicht und sind aktuell mit der Scheibe auf Tour. Wie es genau zu der neuen Konstellation kam und wie sich die drei darauf einstellten, steht hier ganz gut beschrieben.

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Bleech – Köln, 05.09.2012

Ort: Blue Shell, Köln Vorband: ahuizotl

In der Umbaupause beobachten wir ein kurzes Gespräch zwischen dem ahuizotl Sänger Barry Langer und der Bleech Bassistin Katherine O’Neill. In unserer Vorstellung betreiben die beiden eine romantische Fachsimpelei über Mikrofonpositionen und Bühnenaufbau. Nach fünf Minuten Bleech Konzert könnte das Gespräch jedoch auch einen anderen Inhalt gehabt haben: „So, wir sind dann jetzt weg und nehmen gleich 7 Zuschauer mit. Euch dann noch viel Spaß.“ * Oh weh, es war auffallend leer geworden vor der Bühne, als Bleech ihr Konzert eröffneten. Bei einer geschätzten Gesamtzuschauerzahl von knappen 40 ist jeder Kopf wichtig, die vielen ahuizotl Supporter, die jetzt nicht mehr da waren, waren so visuell sehrspürbar. Darunter leidet natürlich die Konzertatmosphäre und ich hatte den Eindruck, dass die rothaarige Jennifer O‘Neill auch leicht verstimmt über die geringe Aufmerksamkeit die Bühne betrat. Hier „hello everyone“ ließ es mich in den Zwischentönen heraushören, das passte ihr ganz und gar nicht. Gott sei Dank verlief der Abend dann doch harmonischer als ich zu diesem Zeitpunkt befürchtete. Die beiden Frontfrauen schienen sich schnell mit der Situation zu arrangieren und zeigten eine gute und unterhaltsame Show. Schön aufeinander abgestimmter Duettgesang (wie beispielsweise in der ersten Zugabe „Flowerhands“) und ein satt klingendes Schlagzeug (gespielt von Matt Brick) ließen sich gut an. Ehrlich gesagt hatte ich Bleech nicht so rockig erwartet, meine Startkoordinaten für die Band lagen eher im hipperen Keyboardsynthiepoprock.

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