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The Cure – Berlin, 18.10.2016


Mein letztes The Cure Konzert passierte in Barcelona auf dem Primavera 2012. Robert Smith und Konsorten spielten mich seinerzeit müde. Unendliche Stunden blockierten sie die große Hauptbühne, spielten einen Hit nach dem anderen und ließen vieles andere zur Nebensache werden. Nach über zwei Stunden hatte ich nach einem harten Festivaltag genug von dunklen Bassläufen und verließ das Konzert, auch um mir parallel spielenden Kram anzuschauen. Als ich nach einer Stunde wiederkam, hallte gerade „Close to me“ über meinen Kopf hinweg. Ich war also pünktlich zur Zugabe zurück.

The Wedding Present – Berlin, 17.10.2016


In der U-Bahn zum Privatclub sitzt mir ein junges Pärchen gegenüber. Das Mädchen schaut auf ihr Handy und sagt dann: ‘Eilmeldung. Wolfsburg entlässt Dieter Hecking. Wen interessiert das denn und warum ist das eine Eilmeldung? Da finde ich die nächste Eilmeldung doch viel interessanter. Ein Toter bei einem Unfall bei BASF.‘ Und nach ein paar Sekunden: ‘Was ist den BASF?‘ Vom The Wedding Present Konzert am Vorabend meines Arbeitstermins erfuhr ich nur zufällig.

Chelsea Wolfe – Berlin, 12.11.2015


‚Scheiß Touristen‘. So empfing mich die Hauptstadt vor knapp einer Woche, als ich mit dem Flughafenbus von Tegel Richtung Friedrichstrasse fuhr. Scheiß Touristen, das kann man vielleicht in Ausnahmesituationen denken, sollte es aber lieber nicht laut formulieren. ‚Dumme Berlin zugezogene‘, dachte ich entsprechend auch nur, warum fahrt ihr auch mit dem Flughafenbus in die Stadt. Nehmt doch die regulären

New Order – Berlin, 11.11.2015


Alaaf. In Berlin ist vom Karneval allerdings und Gott sei Dank nicht viel zu spüren. Die Panzerknackerbande im U-Bahnhof Stadtmitte ist die einzige und traurige karnevalistische Erscheinung an diesem Abend. Karneval ist nicht des Preußens Tasse Tee.
Wir nähern uns dem Tempodrom, einer kreisrunden Arena im Zirkuszeltstil. Es ist bereits voll, als wir ankommen. Das wundert nicht,

Madonna – Berlin, 10.11.2015


In den 1980er Jahren.
Madonna gehörte zu meinen drei großen Teenieschwärmereien, neben Nena und dem Mädchen aus meiner Klasse. Obwohl mich Filme damals nicht wirklich interessierten, ‚Susan verzweifelt gesucht‘ und ‚Crazy for you‘, in denen Madonna mehr (‚Susan…‘) oder weniger (‚Crazy…‘) mitwirkte, sah ich mir an. In Madonnas Album True blue war ich vernarrt. Ich hörte es auf der

Death cab for cutie – Berlin, 09.11.2015


Warum man Death Cab For Cutie lieben muß, ist einfach. Die Washingtoner Band schreibt wundervoll-melodische Indie-Pop Lieder, die niemals langweilig, nervig, kitschig oder belanglos sind.

Das schrieb das Konzerttagebuch 2008 über das Death cab for cutie in der Kölner Live Music Hall. Ich weiss nicht, wie oft das Konzertagebuch danach noch die Band aus Washington gesehen hat, ich habe

PINS – Berlin, 25.09.2015


Konzertbesuche in Berlin sind höchstinteressant. Wenn nicht das Publikum zur linken und zur rechten nervt, ist sicher irgendwas anderes, was die gemeine Konzertroutine (andere sagen: Langeweile) aus hinfahren – angucken – was trinken und nachbesprechen – zurückfahren durchbricht.
Zum Beispiel eine verschlossene Tür des Clubs. Oder aber technische Errungenschaften, die ein gewisses Hauptstadtflair umgibt.

Pop-Kultur Festival – Berlin, 27.08.2015


Das Pop-Kultur Festival ist der Nachfolger der Berlin Music Week, die wiederum der Popkomm nachfolgte, die irgendwann in den 2000er Jahren von Köln nach Berlin umzog. Die Popkomm verbinde ich mit der guten Zeit des Musikfernsehens – obwohl sie mit Fernsehen nichts zu tun hat -, als Viva noch in Köln war und Viva2 (oder plus) mit Charlotte Roche meine Vorabende versüßte.

Pop-Kultur Festival – Berlin, 26.08.2015


Konzerte in Berlin sind anstrengend. Das Publikum empfinde ich hier rücksichtloser als zum Beispiel in Köln oder Brüssel; die Clubs kommen mir irgendwie abgehobener vor. In Summe bedeutete das für mich, die Konzertszene in Berlin ist gewöhnungsbedürftig und aktuell nicht in den TOP 3 meiner Lieblingskonzertorte. Das kann sich aber ändern, und sicher ist meine Erfahrung auch nicht repräsentativ

Modest Mouse – Berlin, 30.06.2015


Isaac Brock windet sich. Er reißt und zerrt an seiner Gitarre, drückt sie gegen seinen Oberkörper. Mit aufgerissenen Augen blickt er ins Publikum, dann wieder verschreckt zu Boden. Der Anführer von Modest Mouse spielt nicht nur seine Songs, er durchlebt und durchleidet sie regelrecht.
Seine Jugendjahre seien nicht leicht gewesen, las ich irgendwo.

Sleater-Kinney – Berlin, 18.03.2015


Wir sind uns uneinig. Sagt man nun Sleater-Kinney, indem man das ‘ea‘ wie ein langgezogenes ‘i‘ ausspricht oder eher wie ein ‘ai‘? Naturgemäß tendieren wir zum ‘i‘, allerdings wurde der Bandname in der arte Dokumentation über Riot Grrls vor einigen Tagen mit klingendem ‘ai‘ ausgesprochen.
Die britischen Pins, ihrerseits glamouröse und

Evan Dando – Berlin, 17.03.2015


Von diesem Konzert hatte ich ehrlich gesagt nicht viel erwartet. Evan Dando – Allzeitsänger der lieblichen Lemonheads – war mal wieder solo und mit Akustikgitarre unterwegs. Wie schon vor Jahren, ohne neue Songs, ohne neues Album.
Nichts Neues also. Seine letzte Soloveröffentlichung Baby, i’am bored liegt über 10 Jahre zurück,

Deerhoof – Berlin, 16.02.2015


Wir sitzen in der U1 Richtung Hallesches Tor. Um Mitternacht ist das U-Bahn fahren manchmal nervig, an diesem Abend stört jedoch niemand die nächtliche Ruhe. Gegenüber von uns sitzen drei junge Erwachsene, die – genau wie wir – aus dem Lido kommen. Die beiden Jungs haben Platten gekauft, sorgsam verstauen sie sie in Jutebeuteln und beginnen, sich über das Deerhoof Konzert zu unterhalten.

Future Islands – Berlin, 05.10.2014


Ort: Astra Kulturhaus, Berlin Vorband: – „Das Konzert ist erst beendet, wenn sein Hemd durchgeschwitzt ist. Wetten?!“ Nach einer guten halben Stunde Future Islands im Berliner Astra Kulturhaus unkten wir ob der ersten sich bildenden Schweißflecken auf dem hellblauen Hemd Samuel T. Herrings. Der wiedermal klassisch in norm-core gekleidete Future Islands Sänger hatte zu diesem

Yann Tiersen – Berlin, 04.10.2014


Ort: Huxley’s Neue Welt, Berlin Vorband: Lonski & Classen, Black English Als wir gegen halb zwölf Huxley’s Neue Welt verlassen und die Stufen zur U-Bahn Station Hermannplatz hinuntersteigen, sind die Betonstufen mit roten Tropfen gesprenkelt. In den Fußstapfen der vor uns gehenden verwischen die Tropfen noch leicht, es kann also noch nicht allzu lange her

pretty paracetamol

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Ein Blog über Musikgedanken und Konzertbesuche.

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