- Seit 2002 Dinge über Musik -

Manic Street Preachers – Köln, 25.04.2016

James Dean Bradford kommt als erster auf die Bühne. Leise spielt er die ersten Takte von „Elvis Impersonator: Blackpool Pier". Post-Punk, Hardrock. Irgendwas dazwischen. Die Manic Street Preachers stammen aus Wales, und ihr Rock war immer ein bisschen rauer als der der anderen britischen Bands. Gerade in den Anfangsjahren hatten die Manic Street Preachers damit quasi ein Alleinstellungsmerkmal, erst mit dem in 2 Jahren 20 Jahre alt werdenden This is my truth tell me yours wurden sie poppiger.

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Turin Brakes – Köln, 24.04.2016

Es ist nicht gut, zu emotional belastet in ein Konzert zu gehen. Ist die Laune zu gut und man selbst sehr euphorisch, kann das Konzert meist nicht der eigenen Erwartung und Begeisterung nachkommen. Ist man deprimiert und genervt, ist der Konzertbesuch genauso ärgerlich und anstrengend wie der gesamte Tag davor. Beides ergibt keine win-win Situation. Einer verliert immer. Meist ist es das Konzert. Auch an diesem Tag konnte das Konzert nicht gewinnen. Es war ein Tag zum zuhause bleiben.

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Sophia – Maastricht, 23.04.2016

Später, nachdem das Konzert sein Ende gefunden hatte, stehen wir am Merchstand. ‘Und ich dachte immer, Robin Proper-Sheppard sei ein Brite‘ bemerkte ich nebenbei. ‘Seine Musik klingt so britisch‘. ‘Findest du?‘ kam die Frage zurück. ‘Ja‘. Wir warten darauf, kurz ‘Hallo‘ sagen zu können. Da wir aber nicht die einzigen waren, die das machen wollten, warteten wir und ich lauschte den Gesprächen der anderen mit dem Sophia Sänger. Der amerikanische Akzent war unüberhörbar. Nett scheint er zu sein, der Mann aus San Diego.

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Jochen Distelmeyer – Köln, 20.04.2016

Jeder hat bestimmt Songs, Platten, Bands, die er mit einer Zeit seines Lebens in Verbindung bringen kann und die einen in einem bestimmten Lebensabschnitt geprägt haben. Auf welche Art und Weise auch immer. Jochen Distelmeyer beziehungsweise seine Band Blumfeld ist für mich Musik, die ich sehr stark mit den beginnenden 1990er Jahren assoziiere. Die Ich-Maschine und „Verstärker“ -

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Anna Ternheim – Köln, 11.04.2016

‘Do you like the Backstreet Boys?‘ fragt Anna Ternheim zu Beginn der Zugabe ins Rund des Stadtgartens. Eine Antwort bleibt aus, das Grummeln zeigt aber, dass man irritiert ob der Frage ist. Uahh, die Backstreet Boys! Himmel hilf, nein, die mag man nicht. Wirklich nicht. Das ist doch die Musik der Kinder und/ oder Neffen; aber es ist doch nicht unsere Musik, die wir hier im Stadtgarten stehen.

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Weezer – Amsterdam, 08.04.2016

Als Windows 95 auf den Markt kam, war es quasi das erste Multimedia Betriebssystem, das ich besaß. Ich probierte zuvor schon IBMs OS/2, aber das System hatte Macken, die Optik war suboptimal und Multimedia ging nicht wirklich. Windows 3.11 war da schon besser, aber erst mit Windows 95 funktionierte Multimedia auf dem PC so richtig. Um die Videofunktionalitäten von Windows 95 direkt von der frischen Installation weg demonstrieren zu können,

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Nada Surf – Köln, 04.04.2016

1996. Nada Surf veröffentlichen ihr fulminantes Debütalbum High/Low. Als Produzent verpflichteten sie hierfür einen gewissen Rick Ocasek, den damaligen Hitproduzenten der Sparte Indiepop / College Rock schlechthin. Rick Ocasek produzierte unter anderem Weezer’s blaue und grüne Album, oder auch diverses Material von Guided by Voices). In diesem Jahr feiert nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten High/Low 20 jähriges Veröffentlichungsjubiläum. Eigentlich Grund genug für eine schöne Albumtour.

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Public Service Broadcasting – Köln, 18.03.2016

Ich bin sehr angetan. Von Public Service Braodcasting. Von Big Deal. Von diesem Konzertabend. Erwarte nichts, dann bekommst du viel. Von Zeit zu Zeit ist dieses Motto nicht das schlechteste. Von Public Service Broadcasting hörte und sah ich vor diesem Konzert nur gutes, konnte das aber nicht so recht einordnen und mir gerade die Mitschnitte der Livevideos nicht über eine Konzertlänge vorstellen. Von Big

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Savages – Köln, 03.03.2016

Bo Ningen waren gut. Die japanisch/englische Gruppe eröffnete das Savages Konzert in Köln und ist auch auf der gesamten Adore life Tour als Vorband am Start. Savages verbindet eine Geschichte mit Bo Ningen. Im vorletzten Jahr traten beide zusammen bei Le Guess who Festival und anderswo auf, um Words to the Blind auf die Bühne zu bringen. Words to the Blind ist ein 37 minütiges ein-Song-Album, das die beiden Bands zusammen

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Foals – Köln, 27.02.2016

Die Foals sind eine gute Liveband. Die Foals sind eine gute Liveband. Die Foals sind eine gute Liveband. Man kann zu dem neuen Foals Album What went down stehen wie man möchte: zu wenig Indierock, zu viel Gitarren, zu wenig Vertracktheit, zu wenig Raffinesse, zu viel Elektronik. Mir persönlich gefällt es sehr. Ich habe es in den letzten Tagen ein paar Mal gehört und Fakt ist: Song Nummer eins, den sie auch an diesem Abend als erste - und

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Ellie Goulding – Oberhausen, 26.02.2016

Ich empfinde es als kompliziert, anderen Menschen meine Begeisterung für Konzertbesuche plausibel darzulegen: wie, mal eben nach Brüssel zum Konzert fahren? Oder sonst wo hin. Das ist einerseits schwer zu erklären, andererseits ebenso schwer nachzuvollziehen. Mindestens genauso schwierig war es, jemandem aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis zu erklären, warum ich ein Ellie

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Lanterns on the lake – Köln, 22.02.2016

Es ist ein regnerischen Spätwinterabend, ein Abend, an dem man lieber daheim bleiben möchte. Das Aufraffen fällt mir schwer, aber es nützt nichts, ich habe noch einen Termin, einen Termin mit einer Band, die ich vor vielen bereits einmal live gesehen habe und die mich seinerzeit auf eine bestimmte Art und Weise beeindruckt hat: Lanterns on the lake, eine fünfköpfige Band aus England, genauer aus Newcastle.

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Grimes – Köln, 21.02.2016

Die beiden ersten Alben der Musikerin Claire Boucher lungern irgendwo auf meiner Festplatte. Als ich am Nachmittag Visions und Halfaxa höre, erkenne ich keinen Song wieder. Im Gegenteil. Gerade die schwer eingänglichen Songs des Debütalbums verwirren mich. Grimes hatte ich anders in Erinnerung, vielleicht etwas poppiger, nicht so experimentell verfrickelt. Dabei hätte ich die noch sehr junge Kanadierin schon einmal live

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Other lives – Köln, 20.02.2016

Ein gern genommener Jahresvorsatz ist dieser: du sollst die Feste feiern, wie sie fallen. Das sagt auch der Rheinländer zum Karneval, egal ob der Festzug nun am Rosenmontag im Februar oder – wie in meinem Wohn- und Lebensort - mitten in der Fastenzeit im März stattfindet. Ich muss die Feste feiern, wie sie fallen bzw. Konzerte besuchen, wenn sie stattfinden. Das sagte ich mir am Samstagabend,

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Wolf Alice – Köln, 12.02.2016

Es begann irritierend. „Das neue Wolf Alice Album klingt aber ganz anders als ihre letzten Alben“. Bands und ihre Namen. Hier lag offensichtlich eine Verwechslung vor. My love is cool ist nämlich das Debütalbum der britischen Band. Schnell wurde klar, dass ich Wolf Alice mit Chelsea Wolfe durcheinander gebracht habe. Alben beider Bands kaufte ich etwa zur gleichen Zeit im Sommer des letzten

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