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List-o-mania 2015 > LiveActs und das beste Konzert


The year last.fm broke Last.fm war so etwas wie mein Rettungsanker. Mein Logbuch im Dschungel der Konzertveranstaltungen. Meine Datenbank, mein Terminplaner. Mit last.fm habe ich meine Konzertbesuche archiviert und Wochen und Monate im Voraus die umliegenden Städte und deren Klubs nach Wochenendausflügen und lohnenswerten Konzerten durchforstet. Mindestens alle 6 Wochen saß ich Sonntagnachmittags vor der

dEUS – Ostende, 12.12.2015


Konzerte von Lieblingsbands sind etwas Besonderes. Klar, möchte jeder sagen, natürlich sind sie das, es sind ja schließlich Lieblingsbands. Wenn einem solchen Konzert nichts Besonderes anhaften würde, welchem denn dann! dEUS ist eine meiner allerliebsten Lieblingsbands, seit Jahren schon bin ich großer Fan der Belgier. Einige Konzerte habe ich über die Jahre schon gesehen, gefühlt aber immer noch zu wenige.

Benjamin Clementine – Köln, 10.12.2015


Es war eines der bewegendsten Konzerte im letzten Jahr. Benjamin Clementine, damals noch ohne Album und nur mit ein paar EPs ausgestattet, spielt eine knapp Stunde im Stadtgarten vor zwar bestuhltem aber vollem Haus. Es war ungefähr die gleiche Jahreszeit, es war kühl, es war trüb. Also genau das passende Ambiente für einen ehemaligen Straßenmusiker, der singt wie Nina Simone und Klavier

El Vy – Köln, 04.12.2015


In der Konzertnachbesprechung ging es nicht nur um ein Konzert. Es ging um zwei Konzerte. Genauer gesagt waren die beiden ausverkauften Palladium Konzerte der Kölner Band AnnenMayKantereit gefühlt das Hauptgesprächsthema. Die gerade gesehenen El Vy fanden nicht statt. Irgendwie schien jeder mehr Gesprächsbedarf daran zu haben, dass eine Band, die gerade einmal ein Album veröffentlicht hat, an zwei Abenden das Palladium ausverkauft.

Anna von Hausswolff – Köln, 03.12.2015


The Miraculous heißt Anna von Hausswolffs neue Platte, die ich sehr mag und gerade oft höre. Jedes Jahr im Herbst ändert sich meine musikalische Vorliebe. Die luftig leichten Popsongs verschwinden mehr und mehr im CD regal und ich krame die dunklen, ruhigen, sentimentalen Sachen heraus. Es scheint dann so, als ob nicht nur die Tage trüber und trister werden, sondern auch meine Stimmung.

Le Guess Who? – Utrecht, 22.11.2015


Am Sonntag war Festival-Blues. Nachdem Kamasi Washington am Vorabend die größtmögliche Show abgeliefert hatte, war die Luft ein bisschen raus. So viele Reize strömten an den vorherigen drei Tagen auf mich ein, es war beinahe genug für das Wochenende. Hinzu kam, dass an diesem letzten Utrecht Tag kein Konzert dabei war, auf das ich regelrecht hin fieberte. Am Donnerstag freute ich mich sehr auf

Le Guess Who? – Utrecht, 21.11.2015


Der nachmittägliche Kaffeedurst zieht uns ins sogenannte Village Cafe ein paar Straßen nördlich des Tivoli Vredenburg. In einem ehemaligen Gefängnis hat sich ein wirklich schönes, zeitgenössisches vinatge Cafe eingenistet; eine Empfehlung für jeden Utrechtbesucher. Hier veranstaltet der niederländische Sender 3voor12, ein Multimediaableger des niederländischen öffentlichen

Le Guess Who? – Utrecht, 20.11.2015


Swervedriver‘s next. Ronda Saal.
„Rave down“ ist eine meiner Hymnen, ein ganz großes Lieblingslied. Und eigentlich auch so richtig das einzige Song, den ich von der Band kenne, deren zweite EP Rave down, die ich in den 1990er Jahren sehr oft hörte. Eben wegen „Rave down“. Vielmehr kenne ich von der Band um Sänger Adam Franklin ehrlich gesagt nicht. Ein neues Album – I wasn’t born to lose you –

Le Guess Who? – Utrecht, 19.11.2015


20 Bands in vier Tagen bzw. an vier Abenden. Wenn ein Festival eine so große Anzahl an schönen und für mich interessanten Bands im Angebot hat, dann muss es ein tolles Festival sein. Und in der Tat, das Le Guess Who, das ich zum ersten Mal besuchte, ist ein tolles Festival. Wie Festival? Im November? Diese Fragen können eigentlich nur Konzertlaien stellen, aber sie wurde mir gestellt. Sachen gibt’s.

Destroyer – Köln, 14.11.2015


Ich hatte kein gutes Gefühl, als ich am frühen Abend in den Zug in Richtung Köln stieg. Einige Minuten zuvor hatte ich eine kleine Diskussion darüber, ob es gut, schlecht, richtig oder falsch sei, an diesem Abend ein Konzert zu besuchen. ‚Es wird sicherlich eine komische Stimmung herrschen, jeder wird an Paris denken‘ so das Argument, dass mich in meiner ursprünglichen Entscheidung,

Built to Spill – Köln, 13.11.2015


‚Where’s Brett?‘ Gemeint ist wohl Brett Nelson, ehemaliger Bassist der Band Built to Spill. Where’s Brett? Bis zu diesem Abend dachte ich, Anschreier gäbe es nur in Berlin. Ich habe mich geirrt. Where’s Brett? Unaufgefordert sehr oft wurde mir diese Frage gegen den Kopf gerufen.
Ich weiß nicht, wo Brett ist, zumindest ist Brett nicht mehr Built to Spill. Schon seit einigen Jahren nicht mehr. Also falls sie Brett Nelson

Chelsea Wolfe – Berlin, 12.11.2015


‚Scheiß Touristen‘. So empfing mich die Hauptstadt vor knapp einer Woche, als ich mit dem Flughafenbus von Tegel Richtung Friedrichstrasse fuhr. Scheiß Touristen, das kann man vielleicht in Ausnahmesituationen denken, sollte es aber lieber nicht laut formulieren. ‚Dumme Berlin zugezogene‘, dachte ich entsprechend auch nur, warum fahrt ihr auch mit dem Flughafenbus in die Stadt. Nehmt doch die regulären

New Order – Berlin, 11.11.2015


Alaaf. In Berlin ist vom Karneval allerdings und Gott sei Dank nicht viel zu spüren. Die Panzerknackerbande im U-Bahnhof Stadtmitte ist die einzige und traurige karnevalistische Erscheinung an diesem Abend. Karneval ist nicht des Preußens Tasse Tee.
Wir nähern uns dem Tempodrom, einer kreisrunden Arena im Zirkuszeltstil. Es ist bereits voll, als wir ankommen. Das wundert nicht,

Madonna – Berlin, 10.11.2015


In den 1980er Jahren.
Madonna gehörte zu meinen drei großen Teenieschwärmereien, neben Nena und dem Mädchen aus meiner Klasse. Obwohl mich Filme damals nicht wirklich interessierten, ‚Susan verzweifelt gesucht‘ und ‚Crazy for you‘, in denen Madonna mehr (‚Susan…‘) oder weniger (‚Crazy…‘) mitwirkte, sah ich mir an. In Madonnas Album True blue war ich vernarrt. Ich hörte es auf der

Death cab for cutie – Berlin, 09.11.2015


Warum man Death Cab For Cutie lieben muß, ist einfach. Die Washingtoner Band schreibt wundervoll-melodische Indie-Pop Lieder, die niemals langweilig, nervig, kitschig oder belanglos sind.

Das schrieb das Konzerttagebuch 2008 über das Death cab for cutie in der Kölner Live Music Hall. Ich weiss nicht, wie oft das Konzertagebuch danach noch die Band aus Washington gesehen hat, ich habe