Toe – Köln, 17.08.2016


Auf der Hinfahrt entdecke ich durch Zufall einen Artikel auf der Webseite Psychology of music. Ein Umweg über drei verlinkte Seiten führte mich zu ihr, ohne Hinweise hätte ich die australische Webseite nie und nimmer entdeckt. ‘If you’re happy and you know it: Music engagement and subjective wellbeing‘, so lautet die Überschrift über die Studie, die sich mit der Abhängigkeit zwischen Musik hören/machen/sehen und dem persönlichen Wohlbefinden beschäftigt.

Gent Jazz Festival – Gent, 16.07.2016


Am Freitagabend war noch nicht klar, wie ich das Wochenende verbringen werde. Es gab Optionen, aber nichts Konkretes. Am Samstagmorgen las ich, dass neben meiner Lieblingsband dEUS auch Perfume Genius beim Gent Jazz Festival auftreten sollten. Selbstverständlich weckte das mein Interesse. Ein Blick auf die Webseite zeigte mir: Tickets sind noch verfügbar. Das wunderte mich ein wenig, freute mich aber umso mehr. Der Klick auf den Warenkorb schickte mich anschließend nach Gent. Tickets gekauft. Fahrt geplant.

Cat Power – Köln, 11.07.2016


„Es war ein schönes Konzert. Ich hatte im Vorfeld schlimmeres befürchtet.“ So fasste ich das Cat Power Konzert vor 8 Jahren in der Live Music Hall zusammen. Ein ähnlich gutes Fazit zog ich ein paar Jahre später nach dem Besuch des Brüsseler Konzertes. Ja, ich bin großer Fan und verfolge das Treiben von Chan Marshall so ziemlich genau seit ihren ersten Alben. Mit „Nude as a news“ wurde ich – wie wohl fast jeder – auf Cat Power aufmerksam. Das Rumpelstück hatte etwas Besonderes, es war Indie und erinnerte mit der Schüchternheit und scheinbaren Gebrechlichkeit der Stimme.

Band of Horses – Köln, 20.06.2016


Mein letztes Band of Horses Konzert fand vor einigen Jahren in der Kölner Kulturkirche satt und es war nicht mehr und nicht weniger als das Konzert meines Lebens. Der Abend war ein ganz großer Glücksmoment, ein Augenblick, in dem alles passte. So schön wie damals, so anrührend und emotional kann kein anderes Konzert jemals werden. Band of Horses haben an diesem Abend die Messlatte so hoch gelegt, dass es sie nie mehr übersprungen werden kann.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 04.06.2016


Alle guten Dinge sind drei. Dritter Festivaltag, drittes Konzert auf der Hidden Stage, ein drittes Mal früh am Nachmittag am Festivalgelände. Vielleicht ist das Konzert von Bob Mould mein wichtigstes Hidden Stage Konzert. Ich spürte schon den halben Tag eine gewisse Vorfreude und ein Lächeln auf meinem Gesicht, wenn ich nur an das Konzert dachte. Bob Mould begeisterte mich vor Jahren bereits beim Primavera, damals mit band und vielen Songs von Sugar.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 03.06.2016


Der Radiohead Tag. Also der Tag, an dem ich Radiohead nicht sehen werde. Früh stand für mich diese Entscheidung fest, statt Radiohead lieber Dinosaur Jr. und Tortoise anzuschauen. Es war so ein Bauchgefühl (und meine Vorliebe für Dinosaur Jr. Liveauftritte), das mich zu dieser Entscheidung kommen ließ. Und nein, bBeirren lasse ich mich nicht mehr. Radiohead, da war ich überzeugt, können nicht das auffahren, was ich vor einigen Jahren von ihnen in Köln gesehen hatte.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 02.06.2016


Es ist doch jedes Jahr das gleiche. Hinfliegen, Bands angucken, zurückfliegen. Seit 6 Jahren läuft das jetzt so, immer Ende Mai. Das siebte Primavera Sound scheint mein schwächstes zu sein, im Vorfeld klimpern nicht die Namen in den Ankündigungen, die mir schlaflose Nächste und eine unendlich große Vorfreude bescheren. Nein, dieses Jahr ist meine Vorfreude endlich, das Lineup nur sehr gut und nicht spektakulär.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 01.06.2016


Das Primavera Sound begnügt sich nicht mit seinen drei Festivaltagen Donnerstag, Freitag und Samstag im Parc del Fòrum. Nahezu eine ganze Woche lang platzieren die Festivalmacher Konzerte und Veranstaltungen in ganz Barcelona. Auf öffentlichen Plätzen, in Clubs und anderen Räumlichkeiten finden Veranstaltungen statt, die teilweise frei für alle und teilweise nur für ‘reguläre‘ Festivalbesucher zugänglich sind.

Metz – Heerlen, 30.05.2016


Metz. Die Band, nicht die Stadt. Sie waren eine meiner großen Überraschungen des Primavera 2013. Sie spielten auf der Pitchfork Bühne ein Konzert, das mich regelrecht aus den Socken gehauen hat. Gitarre, Schlagzeug, Bass und eine Hyperaktivität, die sich voll und ganz in der Musik wiederspiegelte. Metz hatten gerade ihre Debütplatte rausgehauen, ich war beeindruckt.

Tuxedomoon – Heerlen, 23.05.2016


Es gibt Bands, für die bin sogar ich nicht alt genug. Also nicht nicht alt genug, um sie nicht zu hören, aber nicht alt genug, um sie in ihrer Hochphase mitbekommen zu haben. Hüsker Dü zum Beispiel, oder The Stranglers oder The Clash. Ich war damals noch zu jung, um sie aufzunehmen, mir anzuhören. Meine Ohren liebten damals Nena, Kajagogoo, Alphaville oder Frankie goes to Hollywood. Tuxedomoon gehören auch in diese Kategorie Bands.

Manic Street Preachers – Köln, 25.04.2016


James Dean Bradford kommt als erster auf die Bühne. Leise spielt er die ersten Takte von „Elvis Impersonator: Blackpool Pier“. Post-Punk, Hardrock. Irgendwas dazwischen. Die Manic Street Preachers stammen aus Wales, und ihr Rock war immer ein bisschen rauer als der der anderen britischen Bands. Gerade in den Anfangsjahren hatten die Manic Street Preachers damit quasi ein Alleinstellungsmerkmal, erst mit dem in 2 Jahren 20 Jahre alt werdenden This is my truth tell me yours wurden sie poppiger.

Turin Brakes – Köln, 24.04.2016


Es ist nicht gut, zu emotional belastet in ein Konzert zu gehen. Ist die Laune zu gut und man selbst sehr euphorisch, kann das Konzert meist nicht der eigenen Erwartung und Begeisterung nachkommen. Ist man deprimiert und genervt, ist der Konzertbesuch genauso ärgerlich und anstrengend wie der gesamte Tag davor. Beides ergibt keine win-win Situation. Einer verliert immer. Meist ist es das Konzert. Auch an diesem Tag konnte das Konzert nicht gewinnen. Es war ein Tag zum zuhause bleiben.

Sophia – Maastricht, 23.04.2016


Später, nachdem das Konzert sein Ende gefunden hatte, stehen wir am Merchstand. ‘Und ich dachte immer, Robin Proper-Sheppard sei ein Brite‘ bemerkte ich nebenbei. ‘Seine Musik klingt so britisch‘. ‘Findest du?‘ kam die Frage zurück. ‘Ja‘.
Wir warten darauf, kurz ‘Hallo‘ sagen zu können. Da wir aber nicht die einzigen waren, die das machen wollten, warteten wir und ich lauschte den Gesprächen der anderen mit dem Sophia Sänger. Der amerikanische Akzent war unüberhörbar. Nett scheint er zu sein, der Mann aus San Diego.

Jochen Distelmeyer – Köln, 20.04.2016


Jeder hat bestimmt Songs, Platten, Bands, die er mit einer Zeit seines Lebens in Verbindung bringen kann und die einen in einem bestimmten Lebensabschnitt geprägt haben. Auf welche Art und Weise auch immer. Jochen Distelmeyer beziehungsweise seine Band Blumfeld ist für mich Musik, die ich sehr stark mit den beginnenden 1990er Jahren assoziiere.
Die Ich-Maschine und „Verstärker“ –

Anna Ternheim – Köln, 11.04.2016


‘Do you like the Backstreet Boys?‘ fragt Anna Ternheim zu Beginn der Zugabe ins Rund des Stadtgartens. Eine Antwort bleibt aus, das Grummeln zeigt aber, dass man irritiert ob der Frage ist. Uahh, die Backstreet Boys! Himmel hilf, nein, die mag man nicht. Wirklich nicht. Das ist doch die Musik der Kinder und/ oder Neffen; aber es ist doch nicht unsere Musik, die wir hier im Stadtgarten stehen.

pretty paracetamol

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Ein Blog über Musikgedanken und Konzertbesuche.

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