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Lali Puna – Köln, 16.05.2010

17 Mai 2010 | von frank | Kategorie: konzert | ein Kommentar
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Schwierig. Wie kann ich eine Band beschreiben, ohne sie auf den bloßen Sachverhalt “kommt aus dem Notwist Umfeld” zu beschränken? Ich weiß es nicht, und bevor ich jetzt gar nichts zum gestrigen Konzert der Münchner Band Lali Puna erzähle, schreib ich einfach, was mir so einfällt.
Natürlich sind Lali Puna viel mehr als nur eine Band aus dem N-Wort Umfeld. Gut, der Sänger von The Notwist, wie heisst er noch gleich, ich hab’s nachgeguckt: Markus Acher, spielt mit, und ihre Musik aus allerlei elektronischem Kram und sporadischen Indiegitarren hat diesen typischen Weilheimer Charme, den scheinbar alle oberbayrischen Bands mit der Muttermilch aufsaugen. Wie die Münchner Vorband zum Beispiel, die ich unbedingt im Kopf behalten muss, oder Portmanteau, die im letzten Jahr den Notwist Support bestritten. Auch Jersey zählen im weitesten Sinne dazu. Alles sehr artverwandt, alles sehr schön. Und Lali Puna zählen auch dazu. Ist das schlimm? Oder ist das wichtig? Es zeigt zumindest, dass eine kleine Szene funktionieren kann, dass man sich in unterschiedlichen Bands engagieren kann und dass dabei ein Haufen guter Musik entsteht. Musik, wie geschaffen ist für einen gemütlichen Wochenendausklang jenseits des Sofas.

So, und was hat es jetzt auf sich mit Lali Puna, Notwist und Portmanteau. Nun, auf die schnelle gesagt, Mitglieder der beiden letztgenannten Bands spielen auch in erstgenannter.
Detaillierter ist es so, ich drösel auf:
Lali Puna wurden 1998 in Weilheim von der Sängerin und Keyboarderin Valerie Trebeljahr gegründet. 1999 erscheint das erste Album “Tridecoder”. Zu diesem Zeitpunkt ist Markus Acher schon an Bord. Christoph Brandner (Schlagzeug) und Christian Heiß (Keyboard), der den bis 2002 an den Keyboards stehenden Florian Zimmer ersetzt, komplettieren die Band.
Christian Heiß gründete 2003 mit Greulix Schrank das Projekt Portmanteau, Elektronik mit Schlagzeug steht auf ihrer Myspace Seite. Ein erstes Album veröffentlichten die beiden 2008. “Akja” heißt es, und ich muss es mir dringend kaufen.
Christoph Brandner schließlich ist Schlagzeuger von unter anderen Tied & Tickled Trio und der Console-Band.
Damit ist doch alles klar, oder? In Amerika würde man hier von einer Supergroup sprechen, viel schlimmer jedoch, dass diese großartigen Musiker in Deutschland kaum jemandem ein Begriff sind. Dabei ist Oberbayern nicht das Ende der Welt.

Aber nun das Wichtige: Es war sehr unterhaltsam mit Lali Puna. Wie so oft bei Überraschungsbesuchen wurde das sich aufraffen belohnt. Sehr kurzzeitig entschloss ich mich am späten Nachmittag, ins Gebäude 9 zu fahren. Ich hatte den Tag über dieses und jenes erledigt und fühlte mich nach Musik hören. Da kamen mir Valerie Trebeljahr und Kollegen, von denen ich nicht mehr wusste, als das sie aus der Weilheimer Gegend kommen, gerade recht.
Ein, zwei Videos gab ich mir, um dann entgültig den Entschluss zu fassen, sie live zu sehen. Mehr brauchte es nicht, um mich zu begeistern. Mehr wollte ich vorab gar nicht wissen. So ließ ich mich von diesem Konzert bewusst überraschen.
Ich steh’ auf diese typische Weilheimer Elektromelancholie, diese ruhigen, sich langsam steigernden und entwickelnden Songs. Scheinbar fallen Lali Puna in die gleiche Tonne, so zumindest mein Zwischenresultat am Nachmittag. Der Abend sollte dieses dann auch bestätigen. Leicht mit dem Kopfwippen, das kann man gut dazu, wegträumen auch. Elektronische Introvertiertheit und klassische Songstrukturen. Es war wie erwartet.
Viel Kabelsalat um die drei Keyboards. Je eines war vor Valerie Trebeljahr, Markus Acher und Christian Heiß aufgebaut. Zusammen mit dem Schlagzeug bildeten sie eine Linie. Gleichberechtigung.
Von den gespielten Songs kannte ich keinen, auch die zuvor auf YouTube gehörten Videos (macht das Verb bei dem Substantiv Sinn?) entdeckte ich im Set nicht. Ich vermute aber, dass sie sowohl „Micronomic“ als auch „Remember“ gespielt haben.

Das Vorprogramm bestritten Mexican Elvis aus München, die im Juli ihr erstes Album „John from Alaska“ veröffentlichen wird. Heute las ich, dass der Lali Puna Schlagzeuger Christoph Brandner auch bei Mexican Elvis dieses Instrument bedient. War das gestern Abend auch so? Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, würde aber gut zu diesem verschwörerischen bayrischen Musikerzirkel passen.

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

Kontextkonzerte:
The Notwist – Köln, 14.04.2009
The Notwist – Melt!, 19.07.2008
Jersey – Aachen, 25.01.2009

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The National

16 Mai 2010 | von frank | Kategorie: video - late night(s) live | kein Kommentar
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Direktlink: youtube

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Benjamin Biolay

14 Mai 2010 | von frank | Kategorie: bands und musiker | 2 Kommentare
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Französischen Popmusik, oder neudeutsch nouvelle chanson. Da kenne ich mich überhaupt nicht aus. Hintergründe, Zusammenhänge, Geschichten, ich weiß gar nichts.
Carla Bruni, ihre CDs lungern im Regal herum, auch über alle Le Pop Sampler stolpere ich ab und an beim Staubwischen.
Dominique A, Francois Breut, Benabar, wenn ich es richtig überlege, dann sammeln sich doch einige Scheibchen französischsprachiger Musik an. Meine Mitbewohnerin fährt da voll drauf ab. Sie schleppt das Zeugs an und ich höre mit. Ihr neuestes Mitbringsel ist Benjamin Biolays aktuelles Album „La superbe“.
Nun, Benjamin Biolay ist so was wie der große Held der Szene. Seit 1996 arbeitet er als Solokünstler. Acht Alben sind seitdem von ihm veröffentlicht worden, darunter mit „Negatif“ und eben „La superbe“ zwei Doppel-Alben. Darüber hinaus schrieb und produzierte er für seine Schwester Coralie Clement ihre drei Alben „Salle de pas perdus“, „Bye Bye Beauté“ und „Toystore“.

Biolay has been the name on many French lips since the release of his debut, Rose Kennedy, which won the prestigious Victoire De La Musique award for best album in 2002. “I lost the award on the night so I never think about it,” he confesses. “It was a concept album about the Kennedy family, taking a closer look at this Shakespearian myth.” Francophiles over the world know him as the producer and co-writer of Keren Ann’s first two albums, and for the compositions he has penned for the chanson legends Juliette Gréco, Françoise Hardy, Valérie Lagrange, Henri Salvador and Julien Clerc.

Mir ist, nein war Benjamin Biolay nahezu unbekannt. Da bin hierzulande bestimmt nicht der einzige. In Frankreich ist er groß, in den angrenzenden französisch sprechenden Ländern oder Landesteilen ebenso. Aber dort ist Herbert Grönemeyer der große Unbekannte. Ich denke, der Vergleich passt.
Dann hörte ich auf meiner letzten Autofahrt nach Berlin zweimal sein Doppelalbum. Komplett, ohne Pause. Und das nicht nur, weil ich zu faul war, die CD zu wechseln. Nein, „La Superbe“ ist toll! Es ist ein Monster, es ist so vielseitig und abwechslungsreich, dass man alle Dinge beim ersten Hören gar nicht erfassen kann. 22 Songs lang ist das Doppelalbum. Die Breite geht von Pop über Jazz bis hin zu Weltmusik. Es ist unfassbar, wie wandlungsreich und schön Benjamin Biolay eine Melodie nach der nächsten aus dem Hut zaubert.
Es macht also sehr viel Sinn, sich diesem Künstler intensiver zuzuwenden. Und überhaupt ist die gesamte französische Popszene ein sehr unterschätzter illustrer Sack voll von wunderbaren Musikern und Songschreibern.
Zugegeben hab ich es ja schon, ich habe diesbezüglich die Weisheit nicht gegessen und mich auch nie richtig darum gerissen, mir das ein oder andere aktiv anzuhören oder anzulesen. Ich bevorzuge hier das berieseln lassen, das sich alles sagen und zeigen lassen. Gut, dass jemand in meiner unmittelbaren Nähe dazu in der Lage ist, mir die nouvelle chanson näher zubringen. Sonst hätte ich Benjamin Biolay nie kennen und schätzen gelernt.

Links:
Benjamin Biolay @ myspace
Benjamin Biolay @ home

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Ankündigung Rock am Emil

13 Mai 2010 | von frank | Kategorie: platzhalter | kein Kommentar
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Rock am Emil 2010 Jugend 2010.
Ihre E-Mail-Adressen heißen devilofpsycho@ … oder superdanny@ …. . Sie lachen mich aus, wenn ich erzähle, dass ich CDs kaufe, sie engagieren sich in Jugendredaktionen der Tageszeitungen und sie organisieren Rockfestivals.
Keine Frage, fragwürdige Downloads finde ich blöd (obwohl, haben wir damals nicht Platten auf Kassette aufgenommen und so die Schallplattenindustrie in den Ruin getrieben? Ich fand neulich diesen interessanten Artikel), das Organisieren von Musikfestivals unterstütze ich natürlich sehr gerne.
Also ein wenig Werbung aus der Stadt:
Rock am Emil nennt sich das Event, das von der Schülervertretung des Emil-Fischer Gymnasiums Euskirchen organisiert wird.
Vier Bands, fünf Stunden Musik.
Headliner sind die in der Region nicht unbekannten Leute von Punk 182. Na, der Name ist bestimmt Programm.
Ich zitiere Felix, einen der Organisatoren:

Die Band „Punk182“, bestehend aus drei Studenten, trat bereits in ganz Deutschland, vor allem aber in der Region Euskirchen/Eifel bis nach Aachen vor mehreren Tausend Zuschauern auf. Die Band beschreibt sich selbst gerne als Party-Punk-Band, denn sie schafft es bei Live-Auftritten eine großartige Stimmung unter dem Publikum aufkommen zu lassen, das schnell anfängt jede Liedzeile mitzusingen. Die Gruppe hat ein sehr großes Repertoire an Songs und Genres auf Lager und kann bei Live-Auftritten auch spontane Musikwünsche von Besuchern souverän umsetzten. Wie aus dem Bandnamen bereits hervorgeht, spielt „Punk182“ sowohl Cover-Songs der berühmten Pop-Punk-Bands „Blink182“, „Green Day“, „The Offspring“ oder „Die Ärzte“ aber eben auch – und das macht sie zu sehr guten Musikern – Cover-Songs bekannter Disco-Hits wie „Krawall und Remmidemmi“ von Deichkind und mischt diese, zum Teil auf sehr lustige Art und Weise, mit anderen Songs. Die Band spielt also nicht nur Punk-Klassiker sondern auch immer wieder ganz aktuelle Cover-Versionen bekannter Stücke.

Weitere Zutaten an diesem Abend sind die alternative Rock-Band „Glitschi Glitschi“, die Ska-Punk-Gruppe „Al Horno & the Tumbleweeds“ sowie eine weitere junge Rock-Band aus Euskirchen.
Musikalisch ist also das vertreten, was der Pennäler so hört, wenn er die musikalisch besseren Wege abseits der Charts und dem Meno-Dingens Wahn beskatet.
Ich denke, die 4 € (Abendkasse 6€) sind sinnvoll investiert. Also unterstützt die Organisatoren des Festivals durch euren Besuch!
Das Festival beginnt um 19:00 Uhr (Einlass 18:30/ab 16 Jahren) und endet um 01:00 Uhr. Vorverkaufskarten können immer am Emil-Fischer Gymnasium Euskirchen erworben werden. Die Organisatoren besuchen außerdem alle Gymnasien (Oberstufenschüler sind über 16 Jahre alt) sowie einige weitere Schulen im Umkreis (von Schleiden. Bad Münstereifel, Euskirchen und Zülpich bis nach Rheinbach und Düren). Ihr lauft ihnen also beim Kakaotrinken und Butterbrot essen über den Weg.
Mehr und ständig aktualisierte Infos gibt es unter: http://rock-am-emil.blogspot.com/
Ich wünsche viel Spaß!

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The xx

12 Mai 2010 | von frank | Kategorie: video - late night(s) live | kein Kommentar
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Hurts

11 Mai 2010 | von frank | Kategorie: video - live im konzert | ein Kommentar
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