| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Ort: Live Music Hall, Köln
Vorband: Howling bells

We have a grandios Konzert gesehen.
Wenn Roman Weidenfeller für seinen (zugegeben etwas abgewandelten) Kommentar den Fussballspruchpreis 2011 erhält, dann müssen Elbow für ihr gestriges Konzert in der Kölner Live Music Hall alle Preise dieser Welt einstreichen. Mein lieber Herr Gesangsverein, was für eine Darbietung. Hut ab! Das, liebe Elbow, war großartigste Unterhaltung.
„Great guys, fantastic music“, viel mehr Worte braucht es eigentlich nicht, um diesen famosen Abend zu umschreiben. Dennoch kann ich es nicht oft genug betonen, was für tolle, bodenständige und ursympathische Menschen diese Elbow doch sein müssen. Diesen Eindruck gewinne ich zumindest immer, wenn ich die fünf Mancunians sehe. Da verbietet es sich förmlich, Haare in der Konzertsuppe zu suchen. Also, schnell den Schwamm über ihre ein, zwei U2 Momente oder den etwas schwächeren Block nach guten 45 Minuten.
Beschwere ich mich doch viel lieber über das viel zu kurze, 2-stündige Konzert.
Elbow sollten die ganz Nacht spielen, 5x „Mirrorball“ hintereinander, 3 x „Some riot“ und mindestens 20 mal „Weather to fly“.
Vor dem großen Finale 8″Weather to fly“, „Open arms“) versammelten sich die fünf Mannen um ihren Keyboarder Craig Potter, um gemeinsam einen Scotch zu heben, so wie es wahrscheinlich auch im heimischen Pub oder in der Kellerbar machen. „20 Jahre Elbow, wenn das kein Grund sei, um darauf anzustoßen“ ließ uns Guy Garvey wissen. Sie würden das an jedem Abend auf dieser Tour machen, einen Scotch trinken, und sich freuen, dass es sie als elbow noch gibt. Das hätten sie sich verdient.
Verdammt nochmal, stimmt. Das haben sie sich verdient!
Dabei fällt mir ein: Vor einigen Jahren machten sie das im Luxor auch schon. Okay, bestimmt gab es damals einen anderen Grund, ich weiß es nicht mehr. Gestern gab es dafür noch eine zweite Runde. Schluckspechte!
Mal sehen, wie es in einigen Tagen an der Ostsee sein wird. und mal sehen, ob Darren auch da ist? Darren scheint so was wie der Elbow- Edelfan zu sein. Oder, um ein letztes Mal Guy Garvey zu zitieren: „Our little helper in the audience.“. Als ob sie den bräuchten, textsicher war gestern die gesamte Live Musivc Hall!

They got open arms for broken hearts.

Setlist:
01: The birds
02: The bones of you
03: Mirror Ball
04: Neat little rows
05: Ground for divorce
06: The loneliness of a tower crane driver
07: The night will always win
08: The River
09: Some riot
10: Dear Friends
11: Lippy kids
12: Weather to fly
13: Open arms
Zugabe:
14: Starlings
15: Station approach
16: One day like these

PS: Gerade merke ich, dass ich die sehr guten Howling Bells schon einmal live gesehen habe. das war mir völlig entfallen! Schande über mich, denn die Australier waren Elbow sehr ebenbürtig.

Multimedia:
flickr

Kontextkonzerte:
Coldplay – Düsseldorf, 27.08.2009
Elbow – Luxemburg, 26.06.2011
Elbow – Köln, 05.11.2008

frank

"I can't go away with you on a rock climbing weekend - What if somethings on tv and its never shown again - Its just as well I'm not invited I'm afraid of heights - I lied about being the outdoor type."