Das Incubate Festival


Ich bin mir nicht mehr ganz darüber im Klaren, wie und warum ich diesen Gedanken hatte. ‘Das Incubate Festival‘, so kam es mir in den Sinn, ‘müsste doch eigentlich auch bald stattfinden.‘
Im September besuche ich voraussichtlich zwei sogenannte Indoorfestivals, also Festivals, die in mehreren Klubs, meist über eine Stadt verteilt, durchgeführt werden. Das Dortmunder Way back when sowie das Reeperbahnfestival stehen auf meiner Planungsliste für September. Später im Jahr dann vielleicht das Crossing Border in Den Haag. Indoorfestivals sind schön, interessant und abwechslungsreich. Aber meist auch etwas teurer, denn neben den Ticketkosten kommt oft noch die Hotelübernachtung dazu. Denn wer wohnt schon gleichzeitig in Utrecht, Hamburg und Den Haag? Ich nicht, und daher braucht es neben dem Konzertticket auch ein Bett. Und etwas zu essen.
Trotzdem, ich bin dem Charme dieser wochenendfüllenden Veranstaltungen erlegen, möchte möglichst viele von ihnen mitnehmen. Der Herbst ist grau und es braucht Ausflüge und Abwechslung und Musik. So erinnerte ich mich bei meinen Herbstplanungen auch an das Incubate Festival in Tilburg. Wem das Incubate Festival nichts sagt: es ist ein kleines innerstädtisches Festival, das in mehreren Kneipen und dem Musikgebäude 013 Tilburgs stattfindet. Ich besuchte es vor einigen Jahren und war sehr angetan vom Ambiente und dem Lineup, das das Festival zu bieten hatte. Typisch niederländisch, könnte ich sagen. Le Guess Who, Crossing Border, es gibt viele Beispiele, die sich lohnen, erwähnt und entdeckt zu werden. Doch auch bei uns gibt es ein paar dieser Veranstaltungen: das Dortmunder Way back when oder das Hamburger Reeperbahnfestival, die ich beide in diesem Jahr erstmals besuchen werde. Kaum irgendwo nirgends anders fühle ich mich als Konzertgänger so gut aufgehoben wie bei diesen kleinen und mittelgroßen innerstädtischen Festivals.

Zu denen zählte eben auch das Incubate Festival. Zählte, muss ich leider sagen, denn 2017 wird es keine Incubate Ausgabe geben. Ich stutzte schon, als bei Google die 2017er Ausgabe der Webseite nicht gelistet war, Gewissheit wurde daraus, als ich folgenden Infotext auf der 2016er Webseite entdeckte:

Incubate is heavily disappointed by the decision of the Municipality of Tilburg to not provide any more funding in 2017. This news comes after the Province of Noord-Brabant already cut funding for the coming four years. The organization finds it financially irresponsible to continue and will therefore cease its activities. (http://incubate.org/318/incubate-will-not-continue-2017)

Es scheitert also auch hier am Geld. Schade, ich habe eine gute Erinnerung an das Incubate, und das nicht nur wegen der Bands. Yuck, Mylets, Moon King, TTNG, Gang of Four, Jef Barbara und Beliefs hießen meine Incubate Helden 2013. Dummerweise habe ich es nur einmal zu einem Ausflug nach Tilburg geschafft.

PS: Mit diesem Livemitschnitt war ich einen Song zu früh dran. Danach spielte Mylets noch ein wunderbares „Zoo Station“ Cover. Blöderweise erkannte ich das Cover erst nach ein paar Minuten. Hätte aber auch nichts genützt, wenn ich es sofort erkannt hätte: Mein Kamera-Akku war leer.
PPS:Die Mylets Version von U2s „Zoo Station“ habe ich im Netz immer noch nicht gefunden. Verdammt!

Fotos:

Incubate Festival – Tilburg, 21.09.2013

frank

Hallo, ich heiße Frank und blogge unter pretty-paracetamol seit 2006. Ich schreibe hier über meine Konzertbeobachtungen und über Musik, die mich umtreibt. Vieles davon kommt aus dem sogenannten Indiebereich, manchmal aber auch darüber hinaus.

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