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Midnight Oil – Köln, 21.06.2017


Nach der Trennung im Jahr 2002 verkündete die australische Rockband Midnight Oil im vergangenen Jahr ihre Reunion! Seit Februar 2017 sind sie nun auf großer Welttournee. Ein absolutes Highlight: Nach 21 Jahren wird die Band rund um Sänger Peter Garrett auch wieder in Köln, Berlin und Frankfurt zu sehen sein. So lautete die Ankündigung im Frühjahr dieses Jahres. Dass die Australier auf große Welttournee gehen, hatte ich bereits Ende letzten Jahres spannend und begeistert auf Facebook mitverfolgt. Dass sie also nun auch nach Köln kommen, versetzte mich in höchste Vorfreude.

Real Estate – Hamburg, 19.06.2017


‘Schade, dass hier Thurston Moore nicht spielt. Der Laden wäre perfekt.‘ Konzertgespräche vor Konzertbeginn. Ich steh im Molotow in Hamburg und warte auf Real estate. Thurston Moore, dessen Konzert erst hier angesetzt war, bevor es mit dem Spoon Auftritt am gleichen Tag zusammengelegt wurde zu einer Doppelheadlinershow, sehe ich leider nicht. Spielt er in Hamburg, bin ich in Köln. Spielt er in Köln, bin ich woanders in Köln. Es ist viel los in diesem Sommer und ich beginne erst gar nicht damit aufzuzählen,

Arcade Fire – Köln, 16.06.2017


In Barcelona vor ziemlich genau einer Woche hatte ich Arcade Fire noch verpasst. Beziehungsweise gingen sie, aufgrund des Andrangs und Gewusels vor der Bühne völlig an mir vorbei. Es ist nicht möglich, bei einem Großfestival mal eben so ein Konzert vor einer der beiden Riesenbühnen mitzunehmen. Das bedarf einer bestimmten Vorbereitung (früh genug da sein), die ich an diesem Barcelonaabend leider nicht machen konnte. Ich empfand das allerdings als nicht so schlimm, denn ich wusste ja, ich würde Arcade Fire ein paar Tage später erneut sehen. In Köln. Am Tanzbrunnen. Vor einer kleineren Bühne. Mit entsprechender Vorbereitung. Allerdings auch vor einer Menge Zuschauer.

Phil Collins – Köln, 14.06.2017


2006 kam der Film Miami Vice in die Kinos. Ich sah ihn, wenn ich richtig erinnere, in einem der Multiplexkinos der Stadt. In einem Moment, in dem Crockett und Tubbs gerade mit ihrem Auto durch das nächtliche Miami fahren, schön gefilmt mit einer freien, mitfahrenden Kamera, taucht „In the air tonight“ erst leise, dann immer deutlicher als Soundtrack der Szenerie auf. In diesem Moment entdeckte ich die Schönheit dieses Songs. Jahre zuvor war ich eher genervt von Phil Collins und oder Genesis. Wie auch von den Dire Straits oder Chris de Burgh, und „In the air tonight“ war mein Prototyp für die gesamte schlimme Radiomusik in meiner Jugend.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 02.06.2017


Wer aus Nashville stammt der macht…..Countrymusik. Auf Nikki Lane, die meinen Primavera Donnerstag musikalisch eröffnete, gilt diese Regel uneingeschränkt. Die Amerikanerin aus Nashville eröffnete für mich am frühen Nachmittag das Konzertreiben im Innenhof des CCCB, dem Ort, an dem die freien Konzerte des Primavera al Raval im Rahmen des Festivals auch in diesem Jahr wieder stattfanden.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 01.06.2017


Der Tag des Solange Konzertes. Die kleine Schwester von Beyoncé Knowles hat es mir seit ein paar Monaten angetan. Ich liebe ihr Album A seat at the table sehr, es ist das Beste des letzten Jahres. Wer anderes behauptet, hat keine Ahnung. Als bekannt wurde, dass Solange auch auf dem Primavera dabei sein wird, war ich überglücklich und freute mich seit diesem Augenblick wie Bolle auf ihren Auftritt. Logisch, dass das Solange Konzert in Zement gemeißelt war, nichts hätte mich davon abbringen können, es zu verpassen.

Primavera Sound Festival – Barcelona, 31.05.2017


Im Vorfeld des diesjährigen Primavera Sound wurde oft über die Bands und Künstlerauswahl des Festivals gesprochen. Mehr als in den Jahren zuvor wurde zu den Prime-Zeiten dem Hiphop, R’n’B und Dance der Platz auf den großen Bühnen freigehalten: Aphex Twin, Run the Jewels, Skepta, um mal die ganz großen Namen zu nennen. Einzig Arcade Fire hielten hier das Indiestatement des Festivals ein bisschen aufrecht. ‘Ich hasse multi-kulti‘, sagt beiläufig der libanesisch stammende Toni Hamady, als er durch die Straßen Neuköllns spaziert und links und rechts das Treiben der Hipsterläden betrachtet. Ali „Toni“ Hamady ist das Familienoberhaupt eines Clans, der im Milieu der organisierten Kriminalität seine Geschäfte macht. Studiert man seinen Charakter in der Serie 4 Blocks ein bisschen länger, wird jedoch klar, dass dieser Ausspruch nicht ernst gemeint sein kann.

Primavera Sound Festival 2017


Gestern las ich einen interessanten Artikel über das diesjährige Primavera Sound Festival. In ihm wurde unter anderem die Einzigartigkeit des Festivals hervorgehoben und es wurde gelobt, wie bedächtig und sorgsam die Macher die musikalische Zusammenstellung des Festival Lineups von Jahr zu Jahr meistern.

Buffalo Tom – Maastricht, 07.06.2017


Ort: Muziekgieterij, Maastricht Vorband: – Meine heimliche Lieblingsband der 1990er Jahre. Heimlich deswegen, weil Buffalo Tom ein bisschen unter meinem Radar liefen, mich aber immer mit ihren tollen Songs begeistert haben. Entdeckt habe ich die Band erst relativ spät gegen Ende des Jahrzehnts. Auf einer CD Börse fiel mir ihr Sampler in die Hand, den

Primavera Sound Festival Barcelona


2009 kündigten Pavement für den September des drauffolgenden Jahres ein Reunionkonzert im New Yorker Central Park an. Das, was ich für unvorstellbar hielt, sollte tatsächlich passieren. Yippie, ich war aus dem Häuschen. Aus einem Konzert wurden schnell vier, die Nachfrage war scheinbar groß. Und der Pavement’sche Tatendrang war scheinbar unersättlich. Denn es wurde noch besser. In den 2009er Herbstwochen poppten immer mehr Tourtermine im Konzertkalender der Band auf, so dass die vier Konzerte auf der Summer Stage das Ende einer längeren Reuniontour – die bereits im Februar 2010 in Australien beginnen sollte – darstellten. Irgendwann tauchte im Kalender auch das Primavera Sound Festival in Barcelona auf.

Cherry Glazerr – Köln, 16.05.2017


Mir kommen die Tränen. Nachdem sich die letzten Tage langsam aber sicher in Richtung Sommer neigten, ist es nun soweit: mein Heuschnupfen ist wieder da. Ich habe ihn nicht vermisst, aber er ist zurückgekommen, um zu bleiben. Mindestens 3 Monate. Und das treibt in mir die Sehnsucht, mal wieder „Avant gardener“ von der wunderbaren Courtney Barnett zu hören. Dieser Song beschreibt – so deute ich es – einen Asthmaanfall oder Allergieschock, und just diese Zeilen machen aus „Avant gardener“ meine Allergiker Hymne.

Milky Chance


So langsam wird es unheimlich. Es ist richtig, dass ich schon seit einigen Tagen einen Textbeitrag über Milky Chance schreiben wollte. Aber woher weiß Facebook davon? In der Spalte ‘gesponserte Werbeanzeigen‘ leuchtete Anfang der Woche eine Werbung über das aktuelle Milky Chance Album und mir fiel wieder ein: jaja, ich wollte doch ein paar Worte über die Kasseler verlieren. Und ich sollte diesen Beitrag endlich machen, bevor noch Werbeflyer im Hausflur liegt. Neulich. Zum Sendeschluss der Fernsehsendung Aspekte treten Milky Chance vor die Kameras.

Sam Prekop & John McEntire – Köln, 09.05.2017


Für Konzertpendler wie mich sind das die besten Konzertorte: raus aus dem Zug und rein in den Club. Möglichst ohne einen längeren Weg zwischen Wagon- und Clubtür. Daher gehe ich gerne in den Stadtgarten oder in das Luxor, auch der Club Bahnhof Ehrenfeld (in Verbindung mit einer kleinen U-Bahnfahrt) liegt gut, das Gebäude 9 immerhin noch in okayer Laufdistanz. Den Vogel hinsichtlich des Standortvorteils schießt jedoch das Gewölbe ab. Es liegt direkt unter den Bahngleisen des Bahnhofs Köln-West, der wiederum an meiner Bahnlinie liegt. Besser und näher geht es nicht. Das kann man wörtlich nehmen. So lande ich nach 35 Minuten Bahnfahrt bequem vor der Eingangstür des Gewölbes. Auf dem Ticket steht zwar 20 Uhr Beginn, aber aus der samstäglichen Gewölbe-live Erfahrung weiß ich, 20 Uhr meint 21 Uhr. Ich gehe hinein und schaue mich um.

Xiu Xiu – Köln, 06.05.2017


Es ist die skurrile Szene das Abends: Stell‘ dir vor, du bist Sängerin und spielst gerade ein Konzert. Für einen Song gehst du in den Zuschauerraum, um ihn dort zu performen. Da stehst du nun und siehst, wie die Frau neben dir – die sicherlich auch Eintritt bezahlt hat, also grundsätzlich Musik mag und somit kulturell interessiert sein muß – dir den Rücken zuwendet und wild gestikulierend ihrer Freundin von einem Jahre zurückliegenden Skunk Anansie Konzert erzählt, dass es alle umstehenden locker mithören können. Dich, die Künstler*in, ignoriert sie dabei völlig und das völlig bewusst. Was machst du dann? Hörst du zu, weil dich der Konzertbericht auch interessiert? Stellst du eine schlaue Frage?

The Jesus and Mary Chain – Köln, 25.04.2017


Die Band The Jesus and Mary Chain hat mich nie sonderlich berührt. Das gebe ich offen und unumwunden zu, finde es aber, je länger ich an diesem Tag darüber nachdenke, umso merkwürdiger. Es überrascht mich deswegen, weil The Jesus and Mary Chain all das vereinigen, was mich seit meinen 20er Jahren in der Musik und an Bands fasziniert: Gitarren, Lärm, Hoffnungslosigkeit. Gerade Ende der 1980er Jahre, als ich viel House of love, The Sundays, Kitchen of distinction oder My bloody valentine hörte, hätten sie perfekt in meine Lebenssoundtrackplaylist gepasst. Doch hätte, hätte Fahrradkette. The Jesus and Mary Chain fand nicht statt. Nicht so richtig zumindest. Also nicht in dem würdevollen Maß, das sie verdient hätten. Natürlich kannte ich „Head on“ (und das nicht erst seit Trompe le Monde und den Pixies), „Blues from a gun“, „April skies“, „Just like honey“ oder „Some Candy talking“,

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pretty paracetamol

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Ein Blog über Musikgedanken und Konzertbesuche.

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