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Jochen Distelmeyer – Köln, 25.10.2010
Ort: Gebäude 9, Köln

Hamburger Schule Pop. (Kölner Stadtanzeiger)
Manche Tage verlaufen anders als andere. Und Montage erst recht. Für den frühen Abend war eine Eigentümerversammlung angesetzt. Zeitlich gar kein Problem, dachte ich noch vorher, Herr Distelmeyer sollte nicht vor halb zehn spielen und die Versammlung nicht ewig dauern. Um halb neun dachte ich so nicht mehr. Ich saß immer noch an diesem Tisch und diskutierte über Garagenstellplatzverordnungen, Mindestgrößen für Abstellflächen, Wege- und Nutzungsrechte, Plakatwände an denkmalgeschützten Hauswänden und zweckentfremdete Fahrradabstellräume. Ja ja, grau ist mitunter nicht nur die Theorie, sondern auch das wahre Leben. Und in diesem lief mir so langsam die Zeit davon. Als ich eine Viertelstunde später ins Auto stieg, und mich auf den Weg ins Gebäude 9 machte, hatte ich die Vorband logischerweise schon abgehakt.
Jochen Distelmeyer
Leider schaffte ich es letzte Woche nicht, Jochen Distelmeyers Kölner Konzert zu besuchen. Ärgerlich, denn es schien ein lustiger Abend gewesen zu sein, wie ich heute in Eric Pfeils aktueller Kolumne auf FazNet lesen konnte. Ich zitiere:
“Jochen Distelmeyer ist ja längst so etwas wie der Troubadour, der Barde meiner Generation. Entsprechend viel Zuneigung rüstiger Spätdreißigerinnen und Frühvierziger schwappt ihm beim Konzert entgegen. Distelmeyer, das soll hier nicht unterschlagen werden, sieht bei seinem Köln-Konzert famos aus: Er trägt zur 1984er-Popperfrisur eine rote Feincordhose, einen Pullunder und ein weißes Hemd und erinnert nicht nur mich an den Atztec Camera-Edelschrammler Roddy Frame. Da trifft es sich ganz gut, dass er auch so klingt. Der Einstieg verläuft, um mit Thomas Gottschalk zu sprechen, rockig. Ich bin nicht der größte Anhänger von Distelmeyers zünftigeren Songs, aber live gewinnen Stücke wie „Wohin mit dem Hass” ungemein.”
Alles weitere und die gesamte Kolumne hier.
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