Ort: Gebäude 9, Köln
Foto: Kai Müller (stylespion- via flickr)
Auf der Rückfahrt las ich innehaltendes: Die Veranstaltungs- bzw. Konzertbranche in Deutschland verzeichnet auch 2010 ein negatives Wachstum, also Rückgang, ihrer Umsatzzahlen. Als Gründe werden u. a. gestiegene Kosten auf der einen und teure Ticketpreise auf der anderen Seite genannt. Eigentlich nur ein Grund, beides hängt unmittelbar vom anderen ab.
Ja, mittlerweile ist es so, dass unter 15 Euro kaum noch was geht (Ausnahme heute Abend), dass sich die Preise für kleine Bands so um die 22 Euro und nicht mehr ganz so kleine Bands so um die 32 Euro eingependelt haben. Ausreißer zu allen Seiten inbegriffen. Ich finde das okay; 19 Euro für die Stars ist nicht zu viel und 32 Euro für die Charlatans eher auch nicht. Und solange es nebenher noch für Brot und Käse reicht, bin ich immer dafür zu haben, dieses Geld für ein interessant klingendes Konzert auszugeben. Kultur sollte man erhalten und unterstützen! Und bevor der Konzertmarkt komplett zusammenbricht, zahle ich doch lieber einen oder zwei Euro mehr.
Dass dies dabei Musik- und Konzertinteressierte das Geld aus der Tasche zieht, und bei dem gewaltigen Touraufkommen von Bands nicht immer einfach ist, auszuwählen, gilt es hierbei in Kauf zu nehmen. Besser ein Überangebot als gar kein Angebot, sag ich mal aus Konsumentensicht. Und ein paar Maniacs, die redlich versuchen, alles, was ihnen lohnenswert und interessant erscheint, mitzunehmen, gibt es schließlich noch. So vier bis sechs, schätze ich mal.
Wie kam ich drauf?
