Grizzly Bear – Köln, 02.11.2012

Ort: Essigfabrik, Köln
Vorband: Villagers

Ich hatte diesen Abend falsch eingeschätzt. In allen Belangen. Als kurz vor der Essigfabrik „Two weeks“ aus den Lautsprechern erklang, erinnerte ich mich plötzlich wieder: Ach ja, Grizzly Bear sind die mit diesem Fernsehwerbungslied. Das hatte ich völlig vergessen, genauso, wie ich das Album „Veckatimest“ völlig verdrängt hatte. Es war mein Grizzly Bear Erstkontakt, und zugegeben ein recht kurzer. Direkt nach der Veröffentlichung kaufte ich es mir, hörte es gefühlt ein halbes mal und legte es dann in den CD Schrank. Als zu einschläfernd und folkig klassifizierte ich es damals. Es geriet in Vergessenheit. Als nun vor einigen Wochen das Nachfolgealbum „Shields“ erschien, erinnerte ich mich gar im ersten Augenblick nicht mehr an „Veckatimest“. Stattdessen mochte ich ihr neues Album von einem auf den andern Augenblick sehr. Ich glaube, ausschlaggebend war ein dreimaliges nacheinander hören an einem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen. Tafelmusik und Grizzly Bear, das passte, und besonders stark im Gedächtnis blieb mir immer wieder (also drei Mal) „Yet again“, ein Riesenhit.
Das war Anlass genug, für ihr Kölner Konzert ein Ticket zu kaufen. Die Essigfabrik auf der anderen Rheinseite kannte ich noch nicht, Grizzly Bear hatte ich noch nicht gesehen (obwohl ich mir da seit gestern Abend nicht mehr so sicher bin); also noch anderthalb Gründe, den Freitagabend für ein Konzert zu nutzen.
Als wir an der Essigfabrik ankamen, war es bereits voll. Draußen als auch drinnen. Dies war direkt meine erste Fehleinschätzung: Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass die New Yorker so viele Menschen ziehen. Die Essigfabrik, die ich auch nicht in dieser Größe erwartete hatte, war proppenvoll. Hätte ich es gewusst, ich wäre nicht erst um kurz nach acht an Ort und Stelle gewesen.
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Hurts – Köln, 20.10.2010

Ort: Essigfabrik, Köln
Vorband: Roman Fischer

Hurts - Köln, 20.10.2010

Hurts. Für einige eine Band der Stunde, für andere ein schlechter Abklatsch des 80er Synthiepop. Nun, ich kann dazu mal rein gar nichts sagen, weil ich die Band um Theo Hutchcraft und Adam Anderson, die live um drei weitere Musiker verstärkt werden, nicht gesehen habe.

Wie, nicht gesehen. Und woher kommt dann das Photo?
Nun, die Frage ist berechtigt und verdient eine Antwort. Ich schreibe mal, dass die Person, der ich mein Ticket geschenkt habe (nein, ich hatte nicht keine Lust hinzugehen, ich musste blöderweise auswärts arbeiten), freundlicherweise ein paar Fotos gemacht hat. Überdies hat sie nach bestem Wissen die Setlist und acht interessante Anmerkungen notierte, die ich nun ungeschnitten weitergeben möchte:
Weiße Rosen. Discoversion von Madame Butterfly als Umbaupausenmusik. Kirchenmusik. Sehr voll. Nebel. Männer, die aussehen wie Walter White. Papas mit Kapuzenpulli und Jeansjacke. Niederländer. Kate Bush!!!

Na Katja, es schien ein interessanter Abend gewesen zu sein. Das Kylie Minogue Cover hättest du aber gleich erkennen können. Oder warst du noch von dem opereskem “Verona” verblendet?
Und wo ich gerade beim fragen bin: Warum wären die Pet Shop Boys neidisch auf einen Song wie “Sunday” gewesen?

Setlist:
01: Unspoken
02: Silver Lining
03: Wonderful life
04: Happiness
05: Blood, tears and gold
06: Evelyn
07: Sunday
08: Verona
09: Devotion
10: Confide in me (Kylie Minogue Cover)
11: Stay
12: Illuminated
13: Better than love

Multimedia:
Fotos: frank@flickr

Kontextkonzerte:
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