Band: Slut

Fundstück.

“5 long songs” ist von 1994 (!!!) und wurde bei unseren ersten Konzerten auf Kassette verkauft.
Wir haben die Songs selbst auf einem 4-Spur-Gerät in Rainer’s Keller aufgenommen. Nachdem die paar Kassetten damals ausverkauft waren, waren die Songs verschollen. Nun ist das Tape wieder aufgetaucht und wir wollen unsere ersten musikalischen Gehversuche niemandem vorenthalten. Aber bitte nicht vergessen: Es war 1994, Grunge war ganz gross und wir noch ganz klein.
Zu hören und zu haben sind die Tracks auf unserem Bandcamp.

Das muss euch doch nicht unangenehm sein, das mit dem Grunge. So war das damals und ich mag eure älteren Sachen eh lieber als das neuere Zeugs.
Lange Zeit waren Slut für mich weg vom Fenster, aber vor zwei Jahren habe ich sie wiederentdeckt. „For exercise and amusement“ höre ich seitdem sehr regelmässig. Da sind schöne Sachen drauf, die Platte ist eine unbedingte haben-müssen Empfehlung!
Diese mp3 Kassette auch. Bitte anhören unter bandcamp!

Konzertbericht zum Video: Slut – Köln, 10.11.2010

Links:
slut @ home
slut @ facebook

Best Coast – Brüssel, 22.09.2012

Ort: Botanique, Brüssel
Vorband: Paon


Brüssel ist immer eine Option. War ich dieses Jahr eigentlich schon in der Botanique, dem besten, schönsten und stimmigsten Konzerthaus, das ich kenne? Nun, dann wird es langsam Zeit, denn mindestens einmal im Jahr sollte ich im Norden Brüssels vorbeischauen.
Das Konzert der Los Angeles Band Best Coast bot sich dazu an, näher sollte die Band an Köln nicht herankommen. Grund genug, um sich auf den samstagnachmittäglichen Weg in Richtung Belgien zu begeben. Dass wir diese Idee nicht alleine gepachtet hatten, bemerkten wir am Abend vor der Bühne des kleinsten Konzertsaales des Botanique: bekannte Gesichter standen schon in Reihe eins. Auf manche Dinge ist eben Verlass.
Folgt man Best Coast auf Twitter, lernt man viel über die Band, Los Angeles, Anzugsordnungen bei Konzerten, das Tourleben und anderen Unsinn. Die Band (oder Sängerin Bethany Cosentino) ist eine rege Netzwerkkommentatorin, sie twittert was das Zeug hält. Seit ihrem Kölner MTC Konzert vor ungefähr zwei Jahren bin ich Best Coast Verehrer, ich mag ihren laxen Indiepop und ihre unaufgeregte Art. So lange folge ich ihnen auch bei Twitter, oder besser gesagt folgte ich ihnen, denn vor einigen Monaten wurde es mir zu viel. Kein neues Album und Unmengen an Statusmitteilungen, die mich nur bedingt interessierten, ließen Twitter Twitter sein und ich entfolgte Best Coast. So verpasste ich natürlich die Ankündigung eines neuen Albums und einer spätsommerlichen Tournee. Auf beides musste ich erst aufmerksam gemacht werden, zögerte dann jedoch keine Minute, um unserem Konzertausflug zuzustimmen.
Best Coast spielten im Gewölbekeller, in der sogenannten Witloof Bar der Botanique. Viel Betrieb war an diesem Abend im Kulturzentrum, die Briten von We have band begeisterten in der Orangerie, die Rotonde bot eine Ausstellung zum Thema Frauen und Film.
Das Konzert war seit Tagen ausverkauft, das Parkhaus um die Ecke fast direkt neben dem türkischen Imbiss, den wir gerne und immer wieder als Snackoption vor Konzertbeginn wahrnehmen, überraschend leer. Das lief ja bestens, und wenn man weiß, dass ein belgisches ausverkauft wenig mit einem köln’schen ausverkauft gemein hat, stand einem schönen und entspannten Konzertabend nichts mehr im Weg.
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Muse – Köln, 20.09.2012

Ort: E-Werk, Köln
Vorband: -


Muse, so ganz bin ich mir nicht darüber im klaren, warum ich Dienstag letzter Woche um 10 Uhr morgens wie wild bei Ticketmaster um ein Ticket für das 1live Radiokonzert kämpfte und es schlussendlich doch bekam. Schon klar, die ersten vier Alben sind großartig, das letzte, „The Resistance“, allerdings besonders scheußlich. Da setzte bei mir Kaufverweigerung ein und Muse wurden mir gleichgültiger.
Anfang der Nuller- Jahre war ich ganz klar auf ihrer Seite. „Showbiz“ und „Origin of symmetrie“ mit einem sehr beeindruckenden Konzert in eben diesem E-Werk (oder war es gar schon hochverlegt auf die andere Straßenseite?) setzten große Ausrufungszeichen und Matt Bellamy war einer der Musiker der Stunde. Stilistisch wurden Muse eher mit Radiohead als mit Oasis in einen Topf geworfen, was genauso richtig ist wie sie nicht mit den Emo Bands ihrer Zeit gleichzusetzen, auch wenn Muse mit denen durchaus die ein oder andere Gemeinsamkeit hatten. Aber dann setzten Veränderungen ein. Zu Queen wurden Muse mit „Soldier’s Poem“ und “Map Of The Problematique” vom Album Black Holes And Revelations, und ich wurde stutzig. Das Album ist voller Pathos und Bombast und Matt Bellamys hohe Kopfstimme erschien mir noch nie so aufdringlich Mercury-esk wie hier. Damit hatte ich zugegebenermaßen kleinere Probleme und Muse verloren für mich an Reiz.
The Résistance brachten diesen Reiz nicht zurück. Ein schlimmes „Undisclosed desires“ und die Symphonien am Ende des Albums ließen mich nicht wirklich begeistern. Trotzdem besuchte ich ihr Konzert in der Lanxass Arena und fand es großartig. Dieses Erlebnis muss mir unterbewusst so hängen geblieben sein, dass ich mir Tickets für diesen Abend unbedingt sichern wollte. Wie überragend Muse live sein können, hatte ich ja schon erlebt.
„Da hat aber jemand zu viel George Michael gehört.“ Im Radio sang jemand “I can’t get this memories out of my mind” und das schrie förmlich nach George Michael’s „I want your sex“. Oh nein, wir wussten nicht, welcher geschmacksverirrte Sänger sich an dem ex-Wham Frühwerk derart vergriff, dass es schon wieder beeindruckend war. Zwei Tage später, der Song lief erneut im Radio, lernte ich in der Abmoderation, dass es sich um die neue Muse Single „Madness“ handelt. Wow, dachte ich, es geht tatsächlich noch abstruser als bei „Undisclosed desires“.
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2:54 – Köln, 18.09.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Lingby


Nachdem er aus London zurückgekehrt ist, erhält Mac Taylor in der vierten Staffel CSI:NY jeweils um 3.33 nachts anonyme Telefonanrufe. Scheinbar hängen diese Anrufe nicht mit den aktuellen Mordfällen zusammen.Um 11:14 abends spielen sich in einer amerikanischen Kleinstadt merkwürdige Dinge ab, ein Angestellter überfällt seinen eigenen Supermarkt, ein Mann entdeckt, dass seine Tochter einen Mord begangen hat versucht diesen zu vertuschen und es werden zwei Menschen überfahren.
Was sich um 2:54 Uhr ereignete, weiß ich nicht. Ich will es auch gar nicht wissen. Ich unterstelle dem Bandnamen einfach eine Uhrzeit, ohne mir die Mühe machen zu wollen, dieses zu recherchieren. In irgendeinem Interview oder auf irgendeinem Musikblog würde ich sicherlich die Antwort finden, aber in diesem Fall ich finde die Ungewissheit spannender.
2:54 sind die beiden Schwestern Colette und Hannah Thurlow aus London. Vor einigen Wochen spielten sie im Vorprogramm der XXe – was ihre musikalischen Eck-Koordinaten passend definiert – nun sind sie für drei Konzerte kurz zurück. Eine EP (Scarlet) und ein Album (2:54) sind bereits veröffentlicht, Anfang 2010 gründeten sie ihre Band, zu der mittlerweile auch Alex Robins und Joel Porter zählen.
Als ich am Gebäude 9 ankam, spielte die Vorband Lingby bereits.
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