Air Castles

Air Castles Foto: John Wildsmith; http://most-days.blogspot.com/

Eine Facebookbekanntschaft brachte mir diese Band näher. Oftmals Fluch, ab und an Segen, aber was das Austauschen von Informationen unter gleichgesinnten angeht, sind digitale soziale Netzwerke nicht zu unterschätzen.
Das große globale Dorf, wo Distanzen eine untergeordnete Rolle spielen. War man früher von lokalen Gegebenheiten abhängig und haben diese unter Umständen das musikalische Leben beeinträchtigt, ist dies heute kein Thema mehr. Dann wohnt der Nachbar eben im Westerwald, in Kassel oder in München. Nie war Distanz so nah.
Nie war ein Austausch einfacher und schneller. Wenn also die Schulfreunde kein Oasis mögen ist das zwar immer noch schlimm, aber nicht mehr dramatisch. Dann finden der Interessensbekundungen und Fachsimpeleien eben nicht im Schulbus sondern über das Internet statt.

Also Air Castles.
Ursprünglich ein ein-Mann Projekt des schwedischen Singer-Songwriters Max Mansson. 2008 gründete er sich in London unter dem Namen Air Castles, nahm später noch die Kollegen Luke South (Gitarre) und Schlagzeuger Jonathan Rogers hinzu und ließ aus einem Projekt eine Band erwachsen.Seit zwei Jahren sind sie die Air Castles. 2009 entstand ein erstes kleines Werk, die EP „Night and Day“.
Im letzten Jahr dann der erste Langspieler. „Lights“, ein Wort, das nur auf ihrer Myspace Seite zu lesen ist. Mehr Informationen finde ich über das 10 Songs umfassende Album nicht. Wann und wo er erscheint, weiß ich nicht. Selbst im bandeigenen Onlineshop werde ich nicht fündig. Es scheint die Marktreife noch nicht gefunden zu haben. Immerhin ist für ganz bald eine erste Single angekündigt.
Air Castles bewegen sich im grundsoliden Indiepop der amerikanischen Art. Pompeji, Death cab for Cutie, um die Koordinaten zu setzen.
Unaufgeregte, bedächtige Songs, denen es zum Ende hin nicht an Dynamik fehlt. Das ist nicht spektakulär neu, aber immer wieder schön.

Foto: John Wildsmith; http://most-days.blogspot.com/

Andere schreiben:

“Spirited, piano-driven melancholia…well worth hearing” – Guardian
“Sublime crystalline indie” – Rock Sound

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