
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Mein Murmeltier sind Bands aus Süddeutschland.
Beschäftigten und erfreuten mich zum Jahresbeginn 2010 Velveteen mit ihrem Nada Surf’esken Indiepop, im Jahr zuvor Portmanteau mit ihrem Elektroding und davor die heutige Stadionrockbandband Get well soon, so sind es 2011 drei Männer, die sich zusammen A home. A heart. Whatever nennen.
Der geographisch interessierte Leser merkt, Süddeutschland beginnt bei mir direkt hinter Nordrhein Westfalen. Velveteen, die nördlichste der süddeutschen Bands, kommen bekanntermaßen aus Frankfurt.
München und Augsburg jedoch sind eindeutig Süddeutschland.
Diese beiden Orte sind die A home. A heart. Whatever Standortkoordinaten. Tobias Mecklinger, Marcus Schreiner und Florian Zabel sind die Band, dessen Musik ein Pressetext irgendwo zwischen Pop, Electronic und Folk ansiedelt.
Irgendwo zwischen Pop, Electronic und Folk.
Nee, ist klar, was auch sonst. Irgendwas mit Pop, Electronic und Folk, machen doch alle süddeutschen Bands. Die aus dem Notwist Umfeld sowieso – bei denen dominiert mehr die Electronic – und die anderen auch. Mexican Elvis sind schönster Indie-Folk-Pop, Velveteen ebenso und über Get well soon spare ich mir jede beschreibende Bemerkung. Die kennen eh‘ alle.
A home. A heart. Whatever kennen vielleicht noch nicht alle.
Die Band reiht sich nahtlos in den typischen Süddeutschland-Indie ein und bieten in ihren elf Songs von allem etwas. Beginnt ihr Album noch klassisch-folkig, so vermischt sich im Laufe der Songs dieser Ansatz immer mehr mit elektronischen und poppigen Kleinigkeiten.
Ich würde übertreiben, wenn ich ihr Debüt als Kandidaten für die Jahres Top 10 sehen würde und es ist auch kein richtungsweisender Startpunkt für das Deutschindietum der beginnenden 10er Jahre. Nein, das alles ist das Album nicht. Das muss es auch nicht sein. „A home. A heart. Whatever“ , das Debüt heißt so wie die Band, ist einfach ein schönes, unterhaltsames und interessantes Indiealbum.
Da ich zugegebenermaßen ein kleiner Fan dieser Art von Musik bin, fällt es A home. A heart. Whatever leicht, mir zu gefallen.
Und wer wissen möchte, wie Süddeutschland klingt, höre“ Crystaleyed“. Das komplette Debütalbum kann man sich übrigens immer noch über die Homepage kostenlos downloaden.
Klingt gut, ist gut!
Wer es nachhören möchte, kann sich über ihre Homepage ihr Debütalbum kostenlos runterziehen.
Sehtest: (diesmal mehr ein Hörtest)
A home. A heart. Whatever @ myspace
A home. A heart. Whatever@ home
A home. A heart. Whatever@ facebook
yeah. ich liebe den song!
ahh toll! Das freut mich!