Grammatics

Nein, keine miesen Kalauer über schlechtes Deutsch und seine Folgen. Dafür bin ich nicht sattelfest genug im korrekten Anbringen von Genitiv und Dativ, im fehlerfreien Umgang mit Präpositionen und Co.
Die Aufmerksamkeit in den nächsten Zeilen gilt voll und ganz der kurzen aber knackigen Existenz der Band Grammatics und nicht meinem überaus respekteinflößenden Deutschlehrer (“Das was bedenke, doch mehr bedenke das wie.”) aus vergangenen Tagen.
Durch Zufall las ich in einem Tweet von Sky Larkin, die, nebenbei bemerkt ganz fleissig twittern, dass die letzte EP der Grammatics kostenlos verfügbar sei. Und da ich erst neulich in einem Magazin in der Rubrik „unterschätzte Bands“ etwas über genau diese Band gelesen hatte, fügte sich mal wieder eins zum anderen. Ich suchte ein wenig umher und versuchte, nähere Informationen über diese Band zu erhaschen.
So fand ich einiges, die ärgerlichste Nachricht jedoch war diese: Aufgelöst! Die Grammatics haben sich im Herbst letzten Jahres aufgelöst. Eine EP, so lese ich weiter, haben sie noch veröffentlicht, eine Abschiedstour gespielt, das war es.
Und just erst in diesem Moment entdecke ich die Band. Tja, wer zu spät kommt, … .
2006 gründeten Owen Brinley (Vocals/Guitar), Lindsay Wilson (Cello), Rory O’Hara (Bass) und James Field (Drums), allesamt aus Leeds (!), die Grammatics.
2009 waren sie der heimliche Hype, der vielversprechende Newcomer. Ihr Debüt “Grammatics”, maßgeblich von Blur, Radiohead, Pulp, Nirvana, Arcade Fire, Björk oder Kate Bush beeinflusst, erhielt viel Lob, erntete aber keine Käufer. Ein Schicksal, das die Grammatics nicht für sich gepachtet haben. Ich sage nur Seachange.

Das Album Grammatics, welches ich wärmstens empfehlen kann, gibt es weiterhin zu kaufen. Und, wie erwähnt, ihre Abschieds-EP KRUPT ist über ihre Facebookseite frei downloadbar.
Jeder kann und sollte den Grammatics also noch ein wenig hinterhertrauern. Es sind zwei tolle Veröffentlichungen, ich höre sie derzeit sehr oft. Wer The Cooper Temple Clause oder Mansun mag, wird auch die Grammatics mögen. Versprochen.
Ach, wenn doch die Welt gerecht wäre, wie oft habe ich das schon gedacht. Die Welt ist aber nicht gerecht! Natürlich nicht!

Sehtest:

Grammatics @ myspace
Grammatics @ lastfm
Grammatics @ facebook

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