
Ist das Country? Ich fürchte ja.
Die Avett Brothers wurden 2001 in Charlotte, North Carolina, gegründet, als sich Banjospieler Scott Avett und Gitarrist Seth Avett mit dem Kontrabassisten Bob Crawford zusammen taten. Zu dieser Zeit waren die Brüder noch Mitglieder der Neo-Punkband Nemo, die sich kurze Zeit später jedoch auflöste.
Vier Alben nahmen sie in der Zeit bis 2007 auf. Die Veröffentlichung „Emotionalism“ (2007) aber gilt als erste ‘reine‘ The Avett Brothers Platte. 2009 folgte ihr Majordebüt „I and Love and You“ und in diesem Jahr die Live CD „Live, Vol. 3“.
„Live, Vol. 3“ wurde 2009 in ihrer Heimatstadt aufgenommen und beinhaltet Songs aus ihrem neunjährigem Schaffen. Es ist daher ein guter Einstieg in das Werk und die Musik der beiden Brüder. Volume 3 heißt sie deswegen, weil es zuvor schon zwei Livealben der Band gab bzw. gibt: 2002 erschien “Live At The Double Door Inn” und 2005 “Live, Volume 2″.
Entdeckt habe ich „Live, Vol. 3“ beim Musikfachhändler, und verkaufstechnisch bin ich ihm voll auf den Leim gegangen.
Mir ist schön öfters aufgefallen, dass zu den Zeiten, zu denen ich im Geschäft bin, Musik nach meinem Geschmack läuft, und ich habe mich schon ein oder zweimal dabei ertappt, wie ich die Alben, die gerade die Verkaufsfläche beschallten, gekauft habe.
Steckt da Methode dahinter, gerade so wie im Film „High Fidelity“? „Wetten, ich verkaufe gleich eine Avett Brothers CD“, wird er vielleicht zu seinem Kollegen gesagt haben, als er mich durch die Gänge schleichen sah.
Schon beim CD kramen ertappte ich mich dabei, wie ich drei, vier, fünf Songs ganz bewusst hörte. Was läuft denn da im Hintergrund? Die Avett Brothers? Kenne ich nicht, klingt auch sehr countrylastig, aber irgendwie interessant. Vielleicht sollte ich, ach was, na klar, ist gekauft.
Zuhause dann wurde es ernst und mein erster Begeisterungsanflug mehr als bestätigt. Ein tolles Album, es macht verdammt viel Spaß, die CD zu hören. Die Liveatmosphäre passt wunderbar zu den dramatisch guten Songs.
Herausragend, wenn ich so will, ist „I and love and You“, ein Schmachtfetzen sondergleichen, den jeder gehört haben sollte.
Die übrigen 15 Songs tänzeln zwischen Folk, Country und Rock. Und obwohl ich mit Country überhaupt nichts anfangen kann, finde ich dieses Album überwältigend. Es klingt so energiegeladen, so emotional; die Avett Brothers müssen eine tolle Liveband sein.
Bei meinen Googleleien zu diesem Artikel entdecke ich, dass sie im Frühjahr diesen Jahres ein Konzert in Köln gespielt haben. Es war ihr erster Deutschlandauftritt und hätte ich diese Band Monate eher kennengelernt, wäre ich vor Ort gewesen. Aber so hab ich sie verpasst, was mir nicht noch einmal passieren wird.
Produziert wurde Vol. 3 übrigens von Rick Rubin. Spricht für sich, oder?
Live, Volume 3 is a hometown reunion recorded live in Charlotte, North Carolina on August 8th, 2009. This was one month prior to the release of their major label debut, I and Love and You, but this set featured music that spans their discography. The Avett Brothers open with “Pretty Girl From Matthews” from 2002′s Country Was followed by “Talk of Indolence” from Four Thieves Gone and “Ballad of Love and Hate” from Emotionalism. It’s a chronological progression that catches Seth Avett in the grips of emotion on the latter song, leaving us with a song title, “Ballad of False Start,” before regaining his composure for the full rendition. “I’m so happy right now I can barely stand it,” he says before asking for permission to start over.
Das Tracklisting des Albums liest sich wie folgt:
01) Pretty girl from Matthews
02) Talk on indolence
03) Ballad false start
04) The ballad of love and hate
05) Colorshow
06) I and love and you
07) Shame
08) When i drink
09) Murder in the city
10) I killed Sally?s Lover
11) Head Full of Doubt/Road Full of promise
12) The perfect space
13) Paranoia in B-flat Major
14) Distraction #74
15) Kick drum heart
16) Salvation song
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