Mexican Elvis

Ein kleines Musikquiz geht immer. „Rate mal, woher diese Band kommt?“ frage ich meine Mitbewohnerin. Im Hintergrund, der nun nicht mehr Hintergrund ist, laufen die ersten Takte von „The Washington DC“, die neue / erste Single der Band Mexican Elvis. Es dauert nur ein paar Sekunden bis zur Antwort. „Ahh, aus hier, der Notwist Stadt?“ fragt sie mehr.
Stimmt. Na ja fasst, aber wenn es eines Beweises nötig gewesen wäre, das ist er. Es gibt ihn also tatsächlich, den typischen, südbayerischen Indiesound mit großen Wiedererkennungswert.
Zugegebenermaßen war die Frage auch nicht allzu schwer. Notwist, Portmanteau oder Velveteen laufen hier des Öfteren so zwischendurch in voller Länge. Da hat man diese Indiegitarren automatisch im Ohr abgespeichert.
Mexican Elvis sind neu. Zum ersten Mal habe ich von ihnen vor einigen Wochen erfahren, als sie mir im Vorprogramm von Lali Puna im Gebäude 9 über den Weg liefen. Was ich hörte, gefiel mir auf Anhieb sehr gut.
Maximiliane Reichart (Bass, Gesang, Violine), Christoph Brandner (Schlagzeug), Peter Hall (Gesang, Gitarre, Mandoline, Synthesizers) und Laury Reichart sind Mexican Elvis und sie stammen tatsächlich aus München, London, vom Tegernsee und (also doch noch!) Weilheim. Wer woher, geschenkt.
Ich merkte mir ihre Konzertankündigung, dass das Debütalbum „John frum Alaska“ irgendwann im Sommer oder Juli erscheinen wird.
Nun ist es also soweit und ich bin sehr gespannt auf das, was da kommen mag.

„The Washington DC“ ist auf alle Fälle toll, ganz klar. Zum Glück darf man den Song hier kostenlos saugen. (Auch noch zwei ältere Stücke.) Das sollte man tun und später dann das komplette Album kaufen. Ach was: nicht später, sofort!
Erste Meldungen sagen:

„Zärtlich arrangierter Indiefolk mit der wohligen Stimme des Briten Peter Hall“.

Oder:

„… und mit dem ersten Song “He spent 3 years trying to enter The Eurovision Song Contest“ bereits einen feinen kleinen Indie-Hit produziert, der freilich erst noch einer werden muss.
Lange schon klang verklemmte Indie-Selbst- und Zurückgezogenheit nicht mehr so sympathisch.“

Auch toll:

„ ..bei „National Holiday“ von Mexican Elvis sollte man unbedingt rechts ranfahren und innehalten, Ruhe und Einkehr walten lassen und bestenfalls die Schneeflocken bei ihrem Tanz vom wintergrauen Himmel beobachten. Man muss vor Rührung und Ergriffenheit fast ein bisschen weinen, so ein wunderschönes Stück Musik ist den vier Münchnern hier gelungen.“

Fachpersonalmeinungen, die ich gerne bestätigen möchte. Ich hoffe es gelingt mir, wenn ich das Album gehört habe. Ich glaube aber schon… Ich mag solchen Kram. Auch ungehört!

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