Benjamin Biolay

Französischen Popmusik, oder neudeutsch nouvelle chanson. Da kenne ich mich überhaupt nicht aus. Hintergründe, Zusammenhänge, Geschichten, ich weiß gar nichts.
Carla Bruni, ihre CDs lungern im Regal herum, auch über alle Le Pop Sampler stolpere ich ab und an beim Staubwischen.
Dominique A, Francois Breut, Benabar, wenn ich es richtig überlege, dann sammeln sich doch einige Scheibchen französischsprachiger Musik an. Meine Mitbewohnerin fährt da voll drauf ab. Sie schleppt das Zeugs an und ich höre mit. Ihr neuestes Mitbringsel ist Benjamin Biolays aktuelles Album „La superbe“.
Nun, Benjamin Biolay ist so was wie der große Held der Szene. Seit 1996 arbeitet er als Solokünstler. Acht Alben sind seitdem von ihm veröffentlicht worden, darunter mit „Negatif“ und eben „La superbe“ zwei Doppel-Alben. Darüber hinaus schrieb und produzierte er für seine Schwester Coralie Clement ihre drei Alben „Salle de pas perdus“, „Bye Bye Beauté“ und „Toystore“.
Biolay has been the name on many French lips since the release of his debut, Rose Kennedy, which won the prestigious Victoire De La Musique award for best album in 2002. “I lost the award on the night so I never think about it,” he confesses. “It was a concept album about the Kennedy family, taking a closer look at this Shakespearian myth.” Francophiles over the world know him as the producer and co-writer of Keren Ann’s first two albums, and for the compositions he has penned for the chanson legends Juliette Gréco, Françoise Hardy, Valérie Lagrange, Henri Salvador and Julien Clerc.
Mir ist, nein war Benjamin Biolay nahezu unbekannt. Da bin hierzulande bestimmt nicht der einzige. In Frankreich ist er groß, in den angrenzenden französisch sprechenden Ländern oder Landesteilen ebenso. Aber dort ist Herbert Grönemeyer der große Unbekannte. Ich denke, der Vergleich passt.
Dann hörte ich auf meiner letzten Autofahrt nach Berlin zweimal sein Doppelalbum. Komplett, ohne Pause. Und das nicht nur, weil ich zu faul war, die CD zu wechseln. Nein, „La Superbe“ ist toll! Es ist ein Monster, es ist so vielseitig und abwechslungsreich, dass man alle Dinge beim ersten Hören gar nicht erfassen kann. 22 Songs lang ist das Doppelalbum. Die Breite geht von Pop über Jazz bis hin zu Weltmusik. Es ist unfassbar, wie wandlungsreich und schön Benjamin Biolay eine Melodie nach der nächsten aus dem Hut zaubert.
Es macht also sehr viel Sinn, sich diesem Künstler intensiver zuzuwenden. Und überhaupt ist die gesamte französische Popszene ein sehr unterschätzter illustrer Sack voll von wunderbaren Musikern und Songschreibern.
Zugegeben hab ich es ja schon, ich habe diesbezüglich die Weisheit nicht gegessen und mich auch nie richtig darum gerissen, mir das ein oder andere aktiv anzuhören oder anzulesen. Ich bevorzuge hier das berieseln lassen, das sich alles sagen und zeigen lassen. Gut, dass jemand in meiner unmittelbaren Nähe dazu in der Lage ist, mir die nouvelle chanson näher zubringen. Sonst hätte ich Benjamin Biolay nie kennen und schätzen gelernt.


wunderschöne musik.
ich hatte da auch mal jemanden, der oder besser “die” mir die französische musik nähergebracht hat und ich möchte biolay, kaas und Co. nnicht missen
immer wieder schön und irgendwie lässig.
Ich fahre seit Jahren immer nach Brüssel, um BB dort live zu sehen. Beim letzten Mal konnte ich ein paar tolle Clips drehen. Die sagen eigentlich alles. Beim nächsten Mal müsst Ihr alle mitkommen. Oder gleich nach Frankreich fahren…