
“Die Shout out Louds sind wie The Cure. Wenn man das einmal erkannt hat, hört man bei jedem Song The Cure raus.” Mit diesen Worten wurde ich am Sonntagabend in die Nacht verabschiedet. Wir unterhielten uns über unsere nächsten Konzerte und ich sagte, dass ich mir die schwedische Band demnächst anschauen wolle. Dass ich dann letztlich doch nicht hingegangen bin, lag aber nicht an dieser Äußerung. Im Gegenteil, ich mag The Cure und innerlich konnte ich nur zustimmend Nicken, als ich gestern nochmals „Howl Howl Gaff Gaff“ hörte. Die Shout out Louds sind irgendwie wie The Cure.
Es lag vielmehr an meiner Aufraffmüdigkeit. Die Tage waren anstrengend und ich hatte keine Lust auf eine ausverkaufte Live Music Hall. Kann das einer verstehen?
Ja, die schwedische Indieband ist jetzt groß. Viele Konzerte ihrer aktuellen Tournee sind ausverkauft, das Kölner Konzert wurde gar in eine größere Halle geupgradet. 2001 gründeten Adam Olenius, Ted Malmros, Carl von Arbin, Eric Edman und Bebban Stenborg die Shout out Louds. 2003 erschien ihr Debütalbum Howl Howl Gaff Gaff. Ein Album mit guten Songs und einer angenehmen Grundstimmung. Vor einigen Wochen veröffentlichten sie ihr drittes Album “Work”. “Fall Hard”, die erste Singleauskopplung und seit einigen Monaten in der Dauerrotation deutscher Junggebliebenenradiosender, ist grandios. Sehr sogar, das kann ich nicht anders schreiben. Sie alleine hätte den Konzertbesuch gerechtfertigt. Nimmt man noch „Please Please Please“ und „The Comeback“ dazu gibt es noch weniger Gegenargumente für ein verpasstes Shout out Louds Konzert. Eigentlich.
So bleibt nur dies:
Shout out Louds @ myspace
das debut und insbesondere “our ill wills” (2007) finde ich wirklich gut, um nicht zu sagen grandios. mit dem neuen album ging es für die fünf schweden allerdings ohne not drei schritte zurück – wesdhalb auch immer. uninspiriert und die immergleichen melodien, leider… live sind sie aufgrund ihrer früheren stücke allerings noch immer eine macht.