Ein Abend mit Musik

Ich mag es nicht, Coverbands zuhören zu müssen und all diese “jeder kennt sie und alle können irgendwie mitsingen” Lieder vorgespielt zu bekommen. Ob nun in der kleinen Kneipe durch zwei Akkustikgitarrenhanseln oder auf der Bühne im grossen Saal der Stadt durch eine semiprofessionelle Funk- und Soul- (ausgerechnet!) Band. Es macht keinen Unterschied, es bleibt gruselig: Pink Floyd auf der Akkustikgitarre zu hören oder zum tausendstenmal “it’s raining man”. Na gut, unterhaltsam war der Abend trotzdem, die Musik konnte aber nichts dazu, dafür waren andere verantwortlich. Die heimlichen Stars dieses Kneipenmusikerfestes in einer deutschen Mittelstadt waren dann auch Geschichten über den Stromausfall, das selbstgeschriebene Lied der erwähnten Akkustikgitarrenhanseln (das war richtig gut und besser als alle vorher gespielten Coverversionen zusammen!), die typische, urdeutsche Kneipe mit all den Kegeltourfotos und Pokalen an der Wand, in der wir leider die Rockabillies nicht haben spielen hören können, weil wir zu spät dran waren (gegensätzlicher geht nicht, Rockabilly und dazu Gelsenkirchener Barockkneipenatmosphäre; wäre bestimmt ein interessantes Ambiente gewesen.) und das Verzichten auf den Besuch in der alteingesessenen Stadtdisco. So besoffen kann man nicht sein! Machen wir das nächstes Jahr wieder? Ich wäre dabei.