Ein rheinisches Dreigestirn

Es ist ja bald wieder Karneval, uiuiui. Prinz, Bauer, Jungfrau, die Höhner und Kaballa. Für einige Menschen die beste Jahreszeit ever, für andere nicht. Am elften im elften lande ich nachmittags am Kölner Hauptbahnhof. Ich hoffe, es fühlt sich nicht wie eine Marslandung an. Ein seichtes Vortasten bei der einheimischen Bevölkerung brachte jedoch eine kleine Entwarnung, morgens wäre es, so sagte man mir, unter Umständen dramatischer.
Mein Kölner Dreigestirn hat mit Karneval wenig gemein. Innerhalb weniger Wochen sah ich drei Kölner Bands, die ich für absolut sehens- und hörenswert halte: Locas in love, Lingby und ahuizotl. Wer von ihnen welche Rolle im Dreigestirn bekleiden sollte, Schwamm drüber. Eine Rangfolge werde ich nicht festlegen, das geht gar nicht. Alle sind gleich schön, alle machen wundervolle Musik.
Daher spärliche Informationen, also Videos, in alphabetischer Reihenfolge, und alles weitere in den Links.

ahuizotl

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ahuizozl @ bandcamp

Lingby

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Lingby @ home
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Lingby @ bandcamp

Locas in love

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Joey Badass

Hiphop oder Rap? Ja, manchmal. Diesen Song entdeckte ich am getsrigen Abend per Zufall unter meinen Neuigkeiten. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Joey Badass hatte ich bis dahin noch nicht gehört. Weder den Namen noch seine Mixes. Der Bildraum-Blog klärt mich in der Rubrik “Hipster-Rap & Indie-RNB” jedoch netterweise auf:

Joey Bada$$ mit seinen 16 Jahren ist einer der amerikanischen Nachwuchsrapper die derzeit mit ihrem authentischen Rapstil (ohne die ganze BlingBling Geschichte) in Amerika für Aufmerksamkeit sorgen. Auch HIER gibts ein vielversprechendes Mixtape zum freien Download. Statt Baggy Pants und Goldketten gibt es bei ihm Röhrenjeans und Skateboards.

Okayeee. Das versprochen vielversprechende Mixtape gibt’s hier.

Band: Slut

Fundstück.

“5 long songs” ist von 1994 (!!!) und wurde bei unseren ersten Konzerten auf Kassette verkauft.
Wir haben die Songs selbst auf einem 4-Spur-Gerät in Rainer’s Keller aufgenommen. Nachdem die paar Kassetten damals ausverkauft waren, waren die Songs verschollen. Nun ist das Tape wieder aufgetaucht und wir wollen unsere ersten musikalischen Gehversuche niemandem vorenthalten. Aber bitte nicht vergessen: Es war 1994, Grunge war ganz gross und wir noch ganz klein.
Zu hören und zu haben sind die Tracks auf unserem Bandcamp.

Das muss euch doch nicht unangenehm sein, das mit dem Grunge. So war das damals und ich mag eure älteren Sachen eh lieber als das neuere Zeugs.
Lange Zeit waren Slut für mich weg vom Fenster, aber vor zwei Jahren habe ich sie wiederentdeckt. „For exercise and amusement“ höre ich seitdem sehr regelmässig. Da sind schöne Sachen drauf, die Platte ist eine unbedingte haben-müssen Empfehlung!
Diese mp3 Kassette auch. Bitte anhören unter bandcamp!

Konzertbericht zum Video: Slut – Köln, 10.11.2010

Links:
slut @ home
slut @ facebook

Die Heiterkeit

Der Tipp kam kam gestern aus München. Die Heiterkeit aus Hamburg. Das sei so schön Hamburg, hieß es. Stimmt, Die Heiterkeit können ihre Herkunft nicht verleugnen. Das macht aber nix, denn es gibt musikalisch gesehen durchaus schlimmere Orte als Hamburg, finde ich. Mich erinnerten sie im ersten Augenblick an die Lassie Singers, aber nach mehrmaligem Durchspielen der Videos muss ich das wohl revidieren. Schade, denn dieser Gedanke würde sich hervorragend ausbauen lassen: Christiane Rösinger musiziert mit Andreas Spechtl und Die Heiterkeit veröffentlichen über Nein, Gelassenheit. Was für eine schöne Geschichte.
Aber so funktioniert das nicht, Die Heiterkeit sind nämlich besonders.

Ok, “Frauen-Trio” als Umschreibung für Die Heiterkeit zu verwenden, hinterlässt den Eindruck, als würde es eine neue musikalische Frauen-Bewegung gegen die umstrittene “Herdprämie” geben. Das ist nicht der Fall. Dennoch: Die Heiterkeit ist eine neue deutschsprachige Band des Staatsakt-Sublabels “Nein, Gelassenheit” von Ja, Panik, und es sind drei Hamburger Damen namens Stella Sommer (Gesang & Gitarre), Rabea Erradi (Bass & Backings) und Stefanie Hochmuth (Schlagzeug). (musikexpress.de)

Die Heiterkeit covern Ja, Panik “The evening sun”. Das kann man kaufen.

Links:
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Die Heiterkeit @ facebook

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