Django Django – Köln, 17.11.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband: Eaux

Für die einen sind es die Stone Roses, für die anderen die Beatles.
Als sich am Samstagabend nach getaner Arbeit die Frage stellte, ob es sich lohnen würde, spontan ins Gebäude 9 zu fahren um die britischen „Newcomer“ Django Django anzuschauen, war die Antwort nach zwei Songs via spotify schnell gefunden. Die klingen nach den Stone Roses, also ja!
Gut, was Freude und Anreiz für den einen sein kann, kann für den anderen wie eine Drohung klingen. An diesem Abend tat es das jedoch nicht und so ging es kurzentschlossen Richtung Gebäude 9. Ausverkauft würde es nie und nimmer sein, das es dann aber doch recht voll war, überraschte mich schon. Django Django laufen doch bei uns unter ganz ferner liefen. Naja,die erste Überraschung dann im Eingangsbereich, das Konzert schien sehr gut besucht zu werden.
Selten parkte ein größerer Bus vor dem Gebäude 9. Der Nightliner war nicht zu übersehen, er war von einer anderen Kategorie als die, die sonst hier parken. Das sind meistens Sprinter oder Kleinbusse. Scheinen ja groß zu sein, diese Django Django, dachte ich im vorbeigehen. Beim Bühnenaufbau bestätigte sich dieser Eindruck. Eine große Videoleinwand im Rücken (die Projektionen funktionierten jedoch leider nicht so ganz), das Tonpult hinten rechts auf der Bühne (hatte ich hier noch nie so erlebt) und gefühlte 10 Roadies kümmerten sich um Instrumente und Handtücher. Großes Programm bereits im Vorfeld.
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Beach House – München, 14.11.2012

Ort: Feierwerk Hansa 39, München
Vorband: -

 

Setlist:
01: Wild
02: Gila
03: Walk in the Park
04: Lazuli
05: Other People
06: Heart Of Chambers
07: Norway
08. Silver Soul
09: The Hours
10: On the Sea
11: New Year
12: Zebra
13: Wishes
14: Take Care
15: Myth
Zugabe:
16: 10 Mile Stereo
17: Irene

Multimedia:

Archive – Köln, 04.11.2012

Ort: E-Werk, Köln
Vorband: Robin Foster

Ich bin einmal mehr sprachlos. Auch noch nach zwei Tagen. Als Archive nach guten zwei Stunden ihr Kölner Konzert mit zwei weiteren Zugaben („Bullets“ und „Waste“) beendet hatten, fragte ich mich, was ich da gerade erlebt hatte. Ich hatte keine Erinnerungen mehr. Nur noch bruchstückhaft ließ sich das Konzert für mich zusammensetzen. Es war wie morgens nach einer angenehm durchträumten Nacht, wenn man die Hälfte des Traums vergessen hat. Man wacht mit einem wohlig ausgeschlafenem Gefühl auf, kann sich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie dieser Zustand zustande gekommen ist bzw. was ihn ausgelöst hat.
So waren für mich Archive gestern. Nachts wurde ich noch gefragt, ob sie „Again“ gespielt haben, ich wusste es nicht mehr. Einzig an das famose „Collapsing clouds“ zum Ende der ersten Zugabe, an „Fuck you“ und „Stick me in my heart“ habe ich genauere Erinnerungen. Das sind die Bruchstücke. Alle anderen Songs sind irgendwie weg, weggeschmolzen in einem Konzertabend, der so schlüssig, flüssig und glückselig machend war wie ein Schweizer Fondue. Und ein ebensolcher Brocken.
Zwei neue Songs gab’s obendrauf: “Black and blue” und “Build and construct”. Toll!
Aber mir fehlen Worte, die andere gefunden haben, wie hier zu lesen ist.

Setlist:
01: Wiped out
02: You make me feel
03: Sane
04: Interlace
05: Stick me in my heart
06: Conflict
07: Violently
08: Build and Construct
09: Again
10: Fuck U
11: Pills
12: Black and Blue
13: Dangervisit
14: Damage
Zugabe I:
15: Rise
16: Silent
17: Hatchet
18: Controlling crowds
Zugabe II:
19: Bullets
20: Waste

Kontextkonzerte:
Rolling Stone Weekender – Weissenhäuser Strand, 12.11.2011
Archive – Köln, 23.10.2009

Multimedia:
flickr Fotos

Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestras – Köln, 03.11.2012

Ort: Luxor, Köln
Vorband: Jherek Bischoff

„Hat sie ihre Stimme wieder?“ Diese Frage erreichte mich am Samstagnachmittag via sozialem Netzwerk und traf mich relativ überraschend. „Wieso?“ fragte ich daher zurück. Mit dem Amanda Palmer Konzert am Abend im Kölner Luxor hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht beschäftigt, fügte aber ein „ist sie kränklich?“ an dies einsilbige „Wieso“. Die Antwort ließ nur einige Minuten auf sich warten. Am Freitag in Paris sei ihr Konzert in eine Art Karaoke Show mutiert, nachdem Amanda Palmer im Laufe des Abends die Stimme total versagt blieb. Leute aus dem Publikum wurden auf die Bühne geholt und durften die Gesangspart übernehmen. Am Samstag dann hätte Amanda gepostet, dass sie zwar in Köln sei, aber total hinüber und dass ihr Saturn-Gig jetzt nur noch aus Signieren bestünde und ohne kleine Gesangseinlage auskommen müsse und dass sie für heute Abend eine ähnlich interessante Show erwarte wie die gestrige in Paris.
Ohne Gudrun vom Konzerttagebuch hätte ich das alles nicht erfahren und wäre ahnungslos ins Luxor gelatscht. Gudrun scheint tief drin zu sein im Amanda Palmer Fantum, ich bin es beileibe nicht.
Nach der freitäglichen Zuspätkommen-Pleite machte ich mich am Samstag zeitig auf den Weg. „Theatre is evil“, die neue Amanda Palmer Scheibe hatte ich mir zuvor noch gedownloadet, ganz unvorbereitet wollte ich dann doch nicht sein. Das etwas ältere Album „Who killed Amanda Palmer“ mochte und mag ich sehr, „Leeds united“ oder „Oasis“ höre ich sehr oft. Über „Theatre is evil“ kann ich noch nichts sagen, zwei nebenbei Hördurchgänge reichen nicht aus, um es irgendwo einzuordnen. Da ich es aber beide Male nicht vorschnell ausgemacht habe, muss es gut sein.
Also das Luxor, also Amanda Palmer, der mittlere Konzertabend an diesem Wochenende.
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Grizzly Bear – Köln, 02.11.2012

Ort: Essigfabrik, Köln
Vorband: Villagers

Ich hatte diesen Abend falsch eingeschätzt. In allen Belangen. Als kurz vor der Essigfabrik „Two weeks“ aus den Lautsprechern erklang, erinnerte ich mich plötzlich wieder: Ach ja, Grizzly Bear sind die mit diesem Fernsehwerbungslied. Das hatte ich völlig vergessen, genauso, wie ich das Album „Veckatimest“ völlig verdrängt hatte. Es war mein Grizzly Bear Erstkontakt, und zugegeben ein recht kurzer. Direkt nach der Veröffentlichung kaufte ich es mir, hörte es gefühlt ein halbes mal und legte es dann in den CD Schrank. Als zu einschläfernd und folkig klassifizierte ich es damals. Es geriet in Vergessenheit. Als nun vor einigen Wochen das Nachfolgealbum „Shields“ erschien, erinnerte ich mich gar im ersten Augenblick nicht mehr an „Veckatimest“. Stattdessen mochte ich ihr neues Album von einem auf den andern Augenblick sehr. Ich glaube, ausschlaggebend war ein dreimaliges nacheinander hören an einem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen. Tafelmusik und Grizzly Bear, das passte, und besonders stark im Gedächtnis blieb mir immer wieder (also drei Mal) „Yet again“, ein Riesenhit.
Das war Anlass genug, für ihr Kölner Konzert ein Ticket zu kaufen. Die Essigfabrik auf der anderen Rheinseite kannte ich noch nicht, Grizzly Bear hatte ich noch nicht gesehen (obwohl ich mir da seit gestern Abend nicht mehr so sicher bin); also noch anderthalb Gründe, den Freitagabend für ein Konzert zu nutzen.
Als wir an der Essigfabrik ankamen, war es bereits voll. Draußen als auch drinnen. Dies war direkt meine erste Fehleinschätzung: Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass die New Yorker so viele Menschen ziehen. Die Essigfabrik, die ich auch nicht in dieser Größe erwartete hatte, war proppenvoll. Hätte ich es gewusst, ich wäre nicht erst um kurz nach acht an Ort und Stelle gewesen.
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