15 Penelope Houston


Begonnen hat die „Queen of Neo-Folk“ in einer Band. In einer Punk Band. 1977 gründete Penelope Houston zusammen mit Brad Kent die Avengers. Die Band veröffentlichte ein Album und hatte 1978 im Vorprogramm der Sex Pistols in San Francisco ihren größten. Bereits ein Jahr später lösten sich die Avengers wieder auf, Penelope Houston zog erst nach Los Angeles und lebte anschließend einige Jahre in England.
Zurück in San Francisco startete sie 1988 ihre Solokarriere. Punk is dead, getreu diesem Motto änderte sie ihr musikalisches Schaffen. Folk war der neue Punk, die Harfenzither die neue Rumpelgitarre. Ihr Debütalbum „Birdboys“ veröffentlichte sie 1988, zehn weiter Alben folgten in den nächsten 25 Jahren. Die Tour zum zweiten Album „The whole world“ führte sie auch in die Essener Zeche Carl. Warum ich damals zu diesem Konzert gefahren bin, ist mir heute nicht mehr ganz klar. Es muss Neugierde gewesen sein, oder Beklopptheit. Folk, wegen meiner auch Neo-Folk, das war doch sterbenslangweilig. Irgendwie war ich aber ganz wild drauf, Penelope Houston und Band live zu sehen. Und das, obwohl ich außer „Glad I’m a girl“ und „Nina“ nichts von ihnen kannte. Und es blieb nicht bei diesem einen Konzert. Im Jahr drauf (oder 2, das ist alles schon so lange her) sah ich Penelope Houston erneut. Ich glaube, es war wiederum in Essen.
Penelope Houston // kurze Kurzbio
– Stil: (Neo)Folk
– gegründet 1988

Penelope Houston // wichtige Mitglieder
Penelope Houston

Penelope Houston // Alben
1988: Birdboys
1992: The whole world
1993: Silk purse
1994: Karmal apple
1994: Crazy Baby
1995: Cut you
1996: Tongue
1997: Once in a blue Moon
2000: Loners, stoners and prison brides
2004: The pale green girl
2012: On Market Street

Penelope Houston // unser Kennenlernen
Wie schon oben angedeutet, Folk ist eigentlich nicht so mein Ding. Dieses ewige Akustikgitarrengeklimper kann mich sehr schnell langweilen. Und wenn sich dann noch zu viel Sozialkritik oder Liebesdingenstrennungsschmerz hinzugesellt, wird es nahezu unerträglich. Eigentlich. Denn lustigerweise habe ich ein paar Folk Alben im Regal stehen, bewusst gekauft, nicht geschenkt bekommen. Es sind die Ausnahmen von der Regel, aber wahrscheinlich oder vielleicht bin ich doch ein bisschen Fan.
Anfang der 90er erlebte die Antifolk Gruppierung einen kurzen Höhenflug. Aufgescheucht durch den wunderbarer Sampler „Hit me with a flower…“ lernte ich die Penelope Houston kennen. Mit „Nina“ und „Sweetheart“ war die Sängerin auf dieser Kompilation gleich zweimal vertreten und beide Songs waren mir Grund genug, ihr Konzert in der Essener Zeche Carl zu besuchen. Ich glaube, ich war mir nicht so richtig bewusst, was mich erwarten würde. Es war schließlich mein erstes Folk Konzert, bisher besuchte ich nur Konzerte mit lauter Gitarrenmusik und wilden Feedbacks oder von Bands, in denen die Sänger Bono hießen.
Und wenn ich mich richtig erinnere, fand ich es zwischendurch auch langweilig, aber irgendetwas an Penelope Houston schien mich sehr beeindruckt zu haben. Ich kaufte noch an diesem Abend ihre CD. Aber damit nicht genug. Nein, ich machte etwas, was ich zuvor noch nicht und seitdem nie wieder getan habe: Ich habe mir die CD signieren lassen. „xxx Penelope H.“
Es ist mir unbegreiflich!

Penelope Houston // Lieblingssong
Natürlich die Samplergeschichte „Glad I’m a girl“ und „Sweetheart„.  Beide großartig!

Penelope Houston // Links
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frank

Hallo, ich heiße Frank und blogge unter pretty-paracetamol seit 2006. Ich schreibe hier über meine Konzertbeobachtungen und über Musik, die mich umtreibt. Vieles davon kommt aus dem sogenannten Indiebereich, manchmal aber auch darüber hinaus.

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